1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. 1860 München

Löwen-Höhenflug endet mit Bauchlandung in Düsseldorf

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Düsseldorfs Torschütze zum 2:0, Andreas Lambertz (2.v.l.) jubelt mit seinen Mannschaftskollegen Maximilian Beister (l.) und Thomas Broeker (3.v.l.) © AP

Düsseldorf - Schade, es hätte so gut gepasst. Werner Lorant auf der Alm – die Löwen auf dem Gipfel. Während sich ihr Ex-Trainer fürs Trash-TV ins düstere Mittelalter zurückbeamen lässt, verbockte der TSV 1860 am Freitagabend den möglichen Sprung auf Platz eins.

Lesen Sie dazu:

Der Live-Ticker zum Nachlesen.

Und das mit Pauken und Trompeten. Mit 1:3 gingen die zuletzt so gefeierten Sechziger (vier Siege in Folge) bei Fortuna Düsseldorf unter. Ganz, ganz bitter. Das Ergebnis durfte man am Ende sogar noch als schmeichelhaft bezeichnen. Trainer Reiner Maurer stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Wir sind einfach nicht an die Leistung herangekommen, die wir zuletzt geboten haben. Wir haben zu wenig dagegengehalten.“

1860 verliert in Düsseldorf: Die Bilder

Von Anfang an war so gut wie nichts zu sehen von dem Angriffswirbel, mit dem die Löwen in den zwei Partien davor neun Mal ins Schwarze getroffen hatten. Lauth & Co. wirkten irgendwie gehemmt. Die Düsseldorfer dagegen wie aufgedreht. Bereits nach fünf Minuten war Gabor Kiralys Können gefragt, als er den Ball nach einem Schuss von Weber aus dem Winkel fischte. Und so ging’s weiter. 8. Minute: Rösler knallt aus 16 Metern drüber. 23. Minute: Rukavina blockt gerade noch einen Schuss von Rösler zur Ecke ab. Der blonde Ex-Löwe war der auffälligste Düsseldorfer. Und derjenige, der sie schließlich auch in Führung brachte. Feick hatte den starken Beister im Strafraum zu Fall gebracht, Rösler verwandelte den Elfer ganz sicher (29.).

Zweitliga-Etats: Löwen im Niemandsland

Reiner Maurer stand draußen mit finsterer Miene. Was er da zu sehen bekam, konnte ihm einfach nicht gefallen. Torchancen für seine Mannschaft? So gut wie keine. Mit viel gutem Willen konnte man noch jene Szene in der 33. Minute nehmen, als erst Volland knapp verpasste und Halfar anschließend direkt auf Torhüter Ratajczak zielte. Da war das, was die Fortuna veranstaltete, schon weitaus prickelnder. Zum Beispiel, als Beister den Pfosten traf (37.).

Und so verschlafen und lethargisch, wie sie in der ersten Halbzeit wirkten, kamen die Löwen nach der Pause auch aufs Spielfeld zurьck. Gerade mal 19 Sekunden waren gespielt, und es hieß 2:0 fьr die Fortuna.Lambertz durfte unbehelligt mit dem Ball spazierengehen, ein Doppelpass mit Bröker, und schon war Kiraly geschlagen. Unglaublich. Auch für Reiner Maurer: „Der Lambertz darf da einfach nicht so unbehellhigt durch’s Mittelfeld marschieren. Das war ein richtiger Tiefschlag.“

Rösler vergab danach noch zwei dicke Chancen, ehe Beister die Faxen dicke hatte. Nachdem er mit Dominik Stahl „suchs Balli“ gespielt hatte, hämmertere er die Kugel zum 3:0 unter die Latte (67.).

Danach ließ es die Fortuna ruhiger angehen, es sah schon fast nach Mitleid aus. Und die Löwen kamen sogar noch zum Ehrentreffer durch Lauths verwandelten Elfer (85.). Was nichts daran дnderte, dass sie an diesem Abend tatsächlich wie Kätzchen aufgetreten waren, als die sie vorher auf einem Plakat der Fortuna verhöhnt worden waren.

fn

Auch interessant

Kommentare