1860 verliert das nächste Talent

Löwen-Juwel wechselt in die 2. Liga

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Justin Toshiki Kinjo verlässt die Münchener Löwen und schließt sich dem Zweitligisten Fortuna Düsseldorf an.

TSV 1860 München II - Der nächste talentierte Junglöwe verabschiedet sich von der Grünwalder Straße. Justin Toshiki Kinjo wird in Zukunft das Trikot von Fortuna Düsseldorf tragen.

Seit Sonntag-Abend ist es offiziell. Justin Toshiki Kinjo wird den TSV nach nur einem Jahr in München wieder verlassen und seine Zelte im rheinländischen Düsseldorf aufschlagen. Bereits im Dezember verkündete Ludwig Kögl, der Berater von Kinjo, gegenüber tz-online, dass „mehrere Erstligisten aus Deutschland und auch aus Japan“ i hr Interessean seinem jungen Schützling angemeldet hätten. Nun ist es zwar kein Erstligist geworden, sondern die eine Spielklasse tiefer auftretende Fortuna aus Düsseldorf, aber am Ende steht doch erneut eine bittere Erkenntnis: Der TSV 1860 München muss das nächste aufstrebende Talent an die Konkurrenz abgeben.

Der 18-jährige Japaner mit US-amerikanischen Wurzeln wurde im vergangenen Winter aus der JFA Academy, einer Fußballschule in Fukushima, zu den Münchener Löwen gelotst. Der Mittelfeldregisseur hatte jedoch zunächst keine Spielgenehmigung und durfte das erste halbe Jahr nur trainieren. Seit Sommer darf er nun auch in Pflichtspielen eingesetzt werden und so avancierte er in seinem Jugendteam auf Anhieb zum Stammspieler. Die ersten acht Spiele absolvierte er noch in der A-Jugend-Bundesliga und leistete dort als Stabilisator und strukturierende Kraft auf der 6er-Position einen entscheidenden Beitrag zur Siegesserie der U-19 Junioren. Danach sollte es für ihn bereits eine Stufe nach oben gehen.

Die starken Leistungen von Kinjo blieben natürlich auch Daniel Bierofka nicht verborgen. So kam es, dass der Youngster am 10. Oktober sein Debüt in der Regionalliga Bayern feiern durfte. Beim 4:0-Auswärtssieg über die SpVgg Bayreuth warf "Biero" seinen Nachwuchskicker dann auch sofort ins kalte Wasser und ließ ihn die kompletten 90 Minuten auf dem Platz. Im Anschluss zeigte sich der Übungsleiter angesichts der dargebotenen Leistung seines Debütanten hochzufrieden. "Er war sofort da, hat sachlich seinen Part heruntergespielt und sich schnell eingefunden", fand Bierofka lobende Worte. Seither war Kinjo fester Bestandteil des Regionalliga-Teams und stand in sechs weiteren Partien bis zur Winterpause in der Startelf.

Berater Kögl sieht die Stärken des 1,80 Meter großen Mittelfeldspielers in „Spielintelligenz und Passsicherheit", er könne "das Spiel lesen". Nachholbedarf gebe es noch auf physischer Ebene. Kinjo müsse für den Seniorenbereich "noch robuster" werden und sich an das höhere Tempo gewöhnen. Ob der hochveranlagte junge Mann diese nächsten Entwicklungsschritte gehen wird, müssen die Löwen-Fans jetzt nur leider - wie schon so oft - aus weiter Entfernung beobachten. 

Quelle: fussball-vorort.de

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