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Löwen kündigen an: Alle Vorfälle aufklären!

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Von: Florian weiß

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Präsident Gerhard Mayrhofer (2.v.l.) mit Vizepräsident Erik Altmann (2.v.r.) und Noor Basha vor dem Löwen-Block in Ingolstadt. © MIS

München - Präsident Mayrhofer und Geschäftsführer Rejek wollen möglichst alle Vorkommnisse rund um das Spiel in Ingolstadt aufklären und gegen die Täter "in aller Konsequenz vorgehen."

Elf verletzte Polizisten, ein Fan der von Todesangst spricht und Pyrotechnik im Block: Die Schlagzeilen, die einige Löwen-Fans rund um die Partie in Ingolstadt (0:2) fabrizierten, werfen ein schlechtes Licht auf den Verein. Dieser will nun entschieden dagegen vorgehen und massive Aufklärung betreiben. "Wir sind dabei, uns ein umfassendes Bild über die Vorkommnisse rund um das Spiel zu machen. Dazu werden wir alle Beteiligten, Fans, Ordnungsdienst sowie Polizei anhören und uns intern mit allen Gremien austauschen", erklärt Geschäftsführer Markus Rejek auf der Vereinsseite tsv1860.de.

"Gegen identifizierbare Täter werden wir mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten in aller Konsequenz vorgehen", so Rejek weiter. "Bei allen Fans und insbesondere allen Unbeteiligten, die aufgrund der Vorfälle unverhofft beeinträchtigt wurden, möchten wir uns entschuldigen."

1860 zum Derby in Ingolstadt - Bilder & Noten

Auch Präsident Gerhard Mayrhofer ist betrübt und wütend zugleich und stellt klar fest: "Solche Aktionen haben nichts mit Fan-Sein zu tun. Das Verhalten vereinzelter Personen, die scheinbar unverbesserlich sind, ist nicht akzeptabel. Dafür schämen wir uns." Das Verhalöten einiger Chaoten werfe "ein falsches Bild auf alle 1860-Fans, die trotz der Frustration über das Spiel 90 Minuten lautstark für unser Team gebrüllt haben. Das sind Löwen."

Mayrhofer möchte trotz der neuerlichen Vorfälle den Dialog mit den Problemfans nicht abbrechen: „Wir werden auch weiter versuchen, den Fans nahe zu sein, um solche Zwischenfälle in Zukunft zu verhindern.“

Auf der kurzen Rückreise aus Ingolstadt randalierten „Löwen“-Fans nach dem Spiel auch in einem Zug. Bei den Ausschreitungen wurden elf Polizisten und zwei Bahnmitarbeiter verletzt. Zudem sei es zu zahlreichen Sachbeschädigungen gekommen, teilte die Bundespolizei am Wochenende mit. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen, von den anderen die Personalien gesichert.

Die Wut der Anhänger hatte sich auch wegen des enttäuschenden Auftritts der „Löwen“-Profis in dem Derby entladen. Die Niederlage nach Toren von Philipp Hofmann (20. Minute) und Collin Quaner (88.) zerstörte wohl die letzten kleinen Aufstiegshoffnungen von 1860.

Dem TSV droht nach den Vorkommnissen eine saftige Geldstrafe von Seiten des DFB. Möglicherweise ist sogar eine Platzsperre oder ein Geisterspiel denkbar.

fw/dpa

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