Neu-Löwe zu Besuch bei der tz

Tomasov: "Das Meer wird auf mich warten"

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Gut drauf: Neu-Löwe Marin Tomasov (24) ließ beim tz-Besuch keine Fragen offen: „Ich bin hungrig auf Fußball!“

München - Nach dem Laktattest hat sich Marin Tomasov bei der tz erst mal ein Schnitzel gegönnt. Bei seinem Besuch wirkt er auch abseits dessen hungrig. Seine Heimat kann er vorerst entbehren.

Der schwarze Panther auf seinem T-Shirt fletscht die Zähne. Und auch Marin Tomasov wirkt nicht satt, obwohl er sich gerade ein schönes Schnitzel einverleibt hat.

Den Zwischenstopp in der tz-Kantine hat sich der Neu-Löwe verdient. Gerade hat Trainer Reiner Maurer den Kroaten beim Laktattest bluten lassen, um 15 Uhr steht schon die nächste Trainingseinheit an. Da heißt es: Gas geben! „Ich bin jetzt bei 80 Prozent Fitness“, sagt Tomasov. „Ein paar Spiele noch, dann bin ich bei 100. Für mich ist diese lange Vorbereitung genau das Richtige. Schließlich hab’ ich sechs Montate nicht gespielt. Ich bin hungrig auf Fußball!“

So soll es sein. „Problemlos“ laufe die Integration, sagt Maurer. Tomasov spricht von einer „herzlichen“ Mannschaft. „Ich will jetzt schnell Deutsch lernen. Dann fühle ich mich hier richtig daheim.“ Ehefrau Bozena und Töchterchen Marina werden nach München kommen, sobald die gewünschte Wohnung im Südosten der Stadt gefunden ist, bis dahin wohnt Tomasov (wie Kollege Moritz Stoppelkamp) im Hotel Wetterstein. Ein Auto hat er schon. „Einen Audi A6 Kombi – darin habe ich genügend Platz.“

Viel Zeit, um München zu erkunden, blieb Tomasov bislang noch nicht. Am Dienstag war er auf dem Marienplatz. „Ich denke, dass man sich in München wohlfühlen kann“, sagt er lächelnd.

Was er vermisst? Als Kind der Küste (Marin wuchs auf der Adria-Insel Pasman auf) würde man zuallererst aufs Meer tippen, doch Tomasov sagt: „Was ich vermisse, sind Spiele, in denen es um was geht. Das Meer, das wird immer auf mich warten.“

Ehrgeizig, offensiv flexibel einsetzbar – es wäre Tomasov und 1860 zu gönnen, dass sich Maurers Prophezeiung von einer „Topverstärkung“ erfüllt. Wie lange der Nationalmannschafts-Kandidat in diesem Fall für 1860 spielen würde, sei dahingestellt, schon jetzt gab es Anfragen aus der Ersten Liga. Tomasov sagt: „Natürlich ist das hier auch eine Plattform, aber ich bin überzeugt, dass ich mit 1860 Erfolg haben kann.“ Sagt’s, setzt sich ins Auto und tippt „Grünwalder Straße“ ins Navi.

„Auf geht’s! Servus!“ verabschiedet er sich in akzentfreiem Deutsch. Da will es einer wissen.

tz

Quelle: tz

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