Nach 0:1 Pleite

Löwen verlieren Drittliga-Auftakt in Kaiserslautern - Das sind die Lehren

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Verpatzte den Drittliga-Auftakt: TSV 1860 München.

Der TSV 1860 hat den Drittliga-Auftakt in Kaiserslautern verloren. Das sind die Lehren aus dem 0:1. 

Kaiserslautern - Nach dem Schlusspfiff feierten die knapp 5000 mitgereisten Fans. „Sechzig ist der geilste Klub der Welt“, schallte es durch das Fritz-Walter-Stadion. Zehn Minuten zuvor hatte Janek Sternberg den Traum von einem Punkt in Lautern zum Drittliga-Auftakt platzen lassen. In der 86. Minute schob er zum 1:0 ein. „Keiner hat einen Cent auf uns gegeben, wir wollten gewinnen, das haben wir leider nicht geschafft“, sagte Sascha Mölders.

Bitter: Das Tor hätte so nicht passieren dürfen. „Das Tor war eine Fehlerkette“, analysierte Sturmpartner Adriano Grimaldi. „Wir haben einen Standard und laufen ins Abseits. Die führen schnell aus, da müssen wir vielleicht ein taktisches Foul machen. Sie laufen dann bis zur Grundlinie. Da sind wir alle dran beteiligt.“ Trainer Daniel Bierofka nahm seine Mannschaft nach dem Spiel auch etwas in Schutz. „Kaiserslautern könnte mit dieser Mannschaft in der Zweiten Liga spielen. Ich glaube, das ist die Mannschaft mit dem größten Budget - da sieht man dann auch die Qualität.“

Das sind die Lehren aus der Niederlage

Grimaldi und Mölders brauchen mehr Unterstützung: In der 9. Minute hätte Grimaldi fast seinen Pflichtspiel-Debüt-Treffer geschafft - doch der linke Innenpfosten hatte was dagegen. „Wenn ich ihn richtig getroffen hätte, mache ich ihn rein. Pech gehabt“, sagte die Neuverpflichtung aus Münster. Für das Sturm-Duo war das aber die einzige Großchance im ganzen Spiel. „Teilweise sind sie in der Luft gehangen, weil wir im Blockverhalten zu weit auseinander waren“, sagte Sportchef Günther Gorenzel. Nach einem langen Ball waren etwa die zentralen Mittelfeldspieler Quirin Moll und Daniel Wein zu oft nicht da, um den zweiten Ball zu bekommen. Das Problem war aber auch im Spiel gegen den Ball zu sehen. Gorenzel: „Teilweise haben sie (die Stürmer) hoch attackiert, aber der Block dahinter ist tief gestanden.“ Wenn im Kollektiv gepresst wurde, wurde es gefährlich - wie bei Grimaldis Pfosten-Treffer.

Über die Außen muss mehr kommen: Die gefährlichste Aktion im zweiten Durchgang hatte Phillipp Steinhart, als er sich schön im Doppelpass mit Grimaldi bis zur Grundlinie traute und in den Rücken der Abwehr spielte - leider war kein Löwe zur Stelle. Ansonsten kam von den Außen, außer Nico Kargers Chance in der Anfangsphase zu wenig. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir uns im Eins-gegen-eins außen mehr zutrauen. Das wird noch kommen“, sagte Bierofka. Bis auf eine Szene schalteten sich die Außenverteidiger nicht in das Offensiv-Spiel ein. Auch die Einwechslung von Neuzugang Stefan Lex brachte nichts ein. Bierofka: „Lex braucht noch ein bisschen. Er muss mehr Überzeugung in sich finden. Das ist normal, wenn du lange nicht spielst. Aber er wird kommen - davon bin ich überzeugt.“ Für das Offensivspiel wäre es nicht schlecht.

Löwen in Kaiserslautern: Kämpferisch eine gute Leistung

Die Löwen können kämpferisch mithalten! 86 Minuten trotzten die Löwen dem Aufstiegsfavoriten einen Punkt ab. Nicht nur den elf roten Spielern auf dem Platz - sondern auch der Lautstärke der 37 000 Fans der Roten Teufel. -Bierofka: „Man hat gemerkt, dass wir dagegenhalten und auch den Willen hatten.“ Das Fazit von Torhüter Hendrik Bonmann: „Kämpferisch war es eine gute Leistung, aber davon können wir uns nichts kaufen.“ Aber darauf aufbauen.

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