Behalter und Hoffmann nur noch Ersatz

Marco Kurz sortiert Oldies aus

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Ein nachdenklicher Löwen-Coach: Marco Kurz.

Hoher Besuch hat sich angekündigt im BorussiaPark. Zum 30-jährigen Jubiläum des sagenumwobenen 12:0-Sieges der Gladbacher am 29. April 1978 gegen Borussia Dortmund sind am Sonntag zum Spiel gegen 1860 Jupp Heynckes, Alan Simonsen und die anderen Granden von einst eingeladen.

Spöttische Zeitgenossen mögen jetzt einwerfen: Nana, ob da die alten Helden um ihren Rekord zittern müssen? Doch ganz so schwarz sollte man als Löwe dann doch nicht sehen. Zwar sagt Trainer Marco Kurz: „Wenn Rob Friend oder Oliver Neuville zum Abschluss kommen, dann kann man davon ausgehen, dass der Ball zumindest aufs Tor geht.“ Aber er sagt auch: „Wir sind gewillt, bei der besten Mannschaft der Liga einen Schritt voranzugehen. Was möglich ist, haben wir im Hinspiel gesehen, wo wir eine unserer besten Leistungen der Saison abgeliefert haben.“

0:0 spielten die Löwen damals am Abend des 12. November 2007. Mit diesem Ergebnis könnten die meisten Löwen-Fans am Sonntag sicher gut leben. Und dann hätte sich auch die neue Viererkette endgültig bewährt. Denn die „Wehen-Formation“ Johnson – Thorandt – Szukala und Benny Schwarz wird wieder auflaufen, das stellte Kurz am Freitag klar: „Sie haben ihre Sache ordentlich gemacht. Es gibt keinen Grund, was zu ändern.“

Erfreuliche Nachrichten für die jungen Perspektiv-Verteidiger, schlechte Nachrichten für Gregg Berhalter (34) und Torben Hoffmann (33). Die Routiniers sind einstweilen aussortiert, werden das Saisonfinale voraussichtlich von der Bank aus verfolgen müssen. Und die nicht gerade energisch dementierten Wechselgerüchte um Christian Wörns werden kaum zur Stimmungsaufhellung beitragen.

Sei’s drum. Für ansteckend positive Stimmung haben die Löwen ja noch einen ganz anderen Trumpf im Ärmel: Daniel Bierofka. Der Flügelflitzer, gegen Wehen mit einer Spitzenleistung Vater des Sieges, hat an Gladbach nur die besten Erinnerungen. Zehn Spiele, fünf Siege, fünf Unentschieden, 20:11 Tore lautet seine persönliche Borussia-Bilanz. Fünfmal traf er sogar selbst in die Maschen. „Gladbach liegt mir einfach“, sagt Bierofka und grinst: Ich gehe davon aus, dass meine Bilanz am Sonntag 6-5-0 sein wird.“

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Gegen den „FC Bayern der Zweiten Liga“ haben die Löwen laut Bierofka ohnehin „nix zu verlieren. Wir können befreit aufspielen, die Köpfe sind seit dem 2:1 gegen Wehen wieder frei, der Spaß ist wieder da beim Training.“ Wie groß die Erleichterung sein muss, ließ sich am Freitag auch an Bierofkas Schlagfertigkeit ablesen. Gefragt, was er von Stefan Ziffzers „Wir haben einen geilen Kader“-Aussage halte, sorgte der Urbayer für den Lacher des Tages: „Vielleicht hat er ja darauf angespielt, dass wir Spieler alle so viele Kinder haben.“

lk

Quelle: tz

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