Brasil-Zugang im tz-Einstands-Interview

Marcos Antonio: „Ich bin kein Lehrling!“

Marcos Antonio
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Marcos Antonio Nascimento Santos (r., mit Miki Stevic) ist ein Löwe - auf dem Trikot steht aus Platzgründen nur „M. Antonio“

München - „Begabter Fußballer, gute Technik“ – viel mehr ist Ewald Lienen (noch) nicht zu entlocken, wenn die Rede auf Marcos Antonio kommt.

Dabei darf man den 21-jährigen Löwen-Brasilianer ohne Bedenken auch als sehr selbstbewusst bezeichnen. Warum? Das erfahren Sie im tz-Einstands-Interview.

Marcos Antonio, was halten Sie von der Bezeichnung „Mini-Zé Roberto“, die ihnen Trainer Lienen verpasst hat?
Marcos Antonio:

(grinst) Das ist eine große Ehre für mich. Zé ist mein absolutes Idol seit ich denken kann! Schade, dass er nicht mehr hier in München ist, ich hätte ihn gerne kennengelernt.

Was dürfen die Löwenfans von Ihnen erwarten?
M. Antonio:

Ich bin flexibel einsetzbar. Im offensiven Mittelfeld, als zweiter Sechser oder als Linksverteidiger. Ich spiele da, wo mich der Trainer hinstellt.

Sehen Sie sich als Auszubildender bei 1860?
M. Antonio:

Nein, ich bin kein Lehrling! Ich bin gekommen, um dem Klub zu helfen. Natürlich muss ich mich erst an die Spielweise hier in Deutschland gewöhnen, an das Tempo, die Körperbetontheit, aber das werde ich schaffen.

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Wo haben Sie das Fußballspielen gelernt?
M. Antonio:

Auf der Straße und am Strand von Maceió, meiner Heimatstadt (200 km südlich von Recife, d. Red.). Für mich gab’s nur Schule und Fußball. Ich wollte immer schon Profi werden.

Wie hat Ihre Familie reagiert, als Sie sich Richtung Europa verabschiedeten?
M. Antonio:

Einerseits traurig, weil sie mich nicht mehr so oft sehen, andererseits glücklich, weil ich hier eine große Chance bekomme, meinen Traum zu verwirklichen.

Was vermissen Sie am meisten an Brasilien?
M. Antonio:

Die Feijoada (Bohneneintopf, brasil. Nationalgericht) meiner Mama. Zum Glück kommt sie mit meiner Freundin bald auf Besuch.

Über den deutschen Winter wissen Sie sicher auch schon Bescheid…
M. Antonio:

Klar, davon hat mit França (Ex-Bayer Leverkusen), mit dem ich in Japan bei Kashiwa Reysol zusammengespielt habe, schon erzählt. Aber so ein Anorak ist ja schnell besorgt…

Interview: Ludwig Krammer

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