Das wird in Erinnerung bleiben

Mein verrücktes 2017: Felix Weber zieht persönliche Jahresbilanz

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Felix Weber (Kapitän des TSV 1860 München)

Was für ein Löwen-Jahr 2017! Es wird in Erinnerung bleiben – Felix Weber ganz besonders. „Das war ein verrücktes Jahr“, sagt der 22-Jährige und lacht, als er die Bilder Revue passieren lässt.

Felix Weber gab im Mai im letzten Rückrundenspiel in Heidenheim sein Profidebüt, erlebte den doppelten Abstieg mit und führt jetzt als Kapitän die junge Löwen-Mannschaft in der Regionalliga an. „Es ist gut, dass das Jahr vorbei ist und wir jetzt Pause haben“, sagt er. Mit Freunden geht es vor Weihnachten in den Kurzurlaub nach Portugal. 2018 soll besser werden. Für den Verein – aber auch für Weber. Sein Traumbild 2018? „Da gibt es zwei“, sagt er. „Eins wäre die Meisterfeier und das andere das erste Spiel in der 3. Liga!“ Derzeit sieht es für beide Ziele gut aus. „Klar wird es schwer. Noch haben wir nichts erreicht“, so Weber. „Aber ich glaube daran!“ Das ist sein persönlicher Jahresrückblick: 

Meine Berufung zum Kapitän

Als ich im Trainingslager vor der Saison erfahren habe, dass ich Kapitän werde, habe ich mich natürlich gefreut. Für mich ist das ein Zeichen von Vertrauen, das mir Daniel Bierofka entgegenbringt. Wir haben seit drei Jahren ein richtig gutes Verhältnis – auch außerhalb des Platzes.

Unsere Derbyniederlage gegen Bayern (0:1)

Wir hatten die besseren Chancen und haben trotzdem verloren. Für mich war es doppelt bitter, weil ich verletzt war und nicht spielen konnte. Ich war auch gegen Schweinfurt und in Augsburg nicht dabei. Klar, das ist ärgerlich, aber Verletzungen gehören dazu.

Löwen unterliegen den kleinen Bayern - drei Mal die Note 5

Mein Eigentor in Buchbach

Nach einem Fehler von Torwart Marco Hiller (rechts) macht Felix Weber (Mitte) das Eigentor per Arm zum 0:1.

Das war nach dem Spiel in Burghausen wahrscheinlich unsere schlechteste Partie. Wir wussten, dass es in Buchbach unangenehm wird. Wir waren nicht gut drauf und der Platz war schlecht. Mein Eigentor war natürlich richtig blöd. Vielleicht kam die Niederlage im Nachhinein zum richtigen Zeitpunkt. Nach dem Spiel starteten wir eine Serie und waren zwölf Spiele in der Liga ungeschlagen. Prinzipiell ist nach der Videoanalyse für mich ein Spiel vorbei. Wir ­hatten ja viele englische ­Wochen und nicht viel Zeit nachzudenken. Nach dem nächsten Erfolg ist alles ­wieder vergessen.

Die Relegation gegen Regensburg

Ich glaube, das Bild sagt alles. Wir konnten es echt nicht fassen. Vor dem Spiel waren wir sicher, dass wir es packen würden. Am Ende verlierst du 0:2 gegen einen Drittligisten. In der Kabine war es danach totenstill.

Mein Profidebüt in Heidenheim (1:2)

Es war total überraschend, dass ich spiele. Ich war auch nicht im Trainingslager davor dabei. Ich wurde angerufen und bin dann nachgekommen. Zuerst dachte ich, dass ich nur ein Lückenauffüller bin! Realisiert habe ich es erst direkt vor dem Spiel. Profi bei 1860 war immer mein Ziel. Wir hätten in Heidenheim gewinnen müssen. Bei dem Tor von Stefan Aigner war noch alles gut – eine halbe Stunde später alles scheiße.

Der Abstieg in die Regionalliga am Schwarzen Freitag im Juni

Da war ich mit meiner Freundin im Urlaub auf Mallorca und habe alles mitverfolgt. Das war ein Katastrophentag für 1860. Ich hatte damit nicht gerechnet. Ich habe auch überlegt zu wechseln. Ich hatte Angebote aus der 2. und 3. Liga. Meine Entscheidung, am Ende doch bei den Löwen geblieben zu sein, habe ich aber nie bereut. 1860 ist ein Topverein. Vor so einer Kulisse zu spielen, hast du in der dritten Liga fast bei keinem Verein.

Heimauftakt gegen Wacker

Ich hatte beim Einlaufen schon Gänsehaut! Für viele von uns war es das erste Spiel vor so vielen Zuschauern. Das hat man auch gemerkt. Wir haben nicht gut gespielt und lagen 1:0 zurück. Da hat sich gezeigt, wie wichtig unsere Fans sind. Natürlich hätten wir im Laufe der Saison auch mal Pfiffe verdient gehabt. Sie stehen aber immer hinter uns. Am Ende gewannen wir das Spiel noch verdient 3:1.

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