Fans stürmen das Grünwalder Stadion

„Das war bombastisch“

München - Über 10.000 Fans haben beim Viertliga-Spiel zwischen dem TSV 1860 München II und dem SC Freiburg II ein rauschendes Fußballfest gefeiert.

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Martin Elsner von der Faninitiative "XXX-Tausend" war nach Abpfiff noch außer Atem. "Das war bombastisch, so etwas habe ich noch nie erlebt", sagte er zu tz-online.de. Das Grünwalder Stadion bebte am Samstagnachmittag - und das bei einem Regionalliga-Spiel.

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Eigentlich hatte sich die Fan-Initiative erhofft, den Viertliga-Zuschauerrekord von Union Berlin (14.020) zu knacken und 15.400 Anhänger ins Sechzger-Stadion zu locken. So viele hätten aufgrund einer Sondergenehmigung kommen dürfen. Doch auch wenn nur 10.757 ins Sechzger strömten, feierten sie "ein riesiges Fest", so Elsner kurz nach Abpfiff. "Im Viertel ist immer noch Party, die Kneipen werden gestürmt, wie's in alten Zeiten war."

Mit der Aktion wollten die treuen Blauen die "alte Liebe" Grünwalder Stadion wieder in den Blickpunkt rücken und für dessen Erhalt kämpfen. Elsner ist sich sicher, dass das Signal bei den Entscheidungsträgern angekommen ist: "Wir haben sicher ein großes Zeichen gesetzt. Wir haben aus den Gesängen klar gemacht, dass viele Leute dieses Stadion erhalten wollen." Sein Fan-Kollege Florian Zenker von der "XXX-Tausend"-Initiative hatte im Vorfeld gemahnt: "Es existiert immer noch ein Stadtratsbeschluss, dass es über kurz oder lang abgerissen werden soll."

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Am Samstagnachmittag zählte nicht nur die ferne Zukunft, sondern vor allem der Moment. "Das war das TSV-Erlebnis an sich", jubelt Elsner über die denkwürdigen Stunden auf den Tribünen, "das bekommt man in der Arena so nicht. Es wurde viel gesungen, es war sehr laut, es war, wie Sechzig München an sich ist."

Die Blauen auf den Rängen waren die großen Sieger des Nachmittags - und auch auf dem Rasen gewannen die Löwen: Die Mannschaft von Trainer Dieter Märkle siegte durch Tore von Sandro Kaiser (35.) und Mathias Fetsch (88.) mit 2:1.

al.

Bilder von der Aktion finden Sie ab Sonntag auf tz-online.de bzw. merkur-online.de. Bis dahin können Sie hier einen Blick in die Seele des Grünwalder Stadions werfen:

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