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Grünwalder muss auf‘s Olympiastadion warten - Umbau in Giesing erst 2026

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Von: Moritz Bletzinger

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Kein Fußball in Giesing: Der TSV 1860 München muss während der Umbauarbeiten aus dem Grünwalder Stadion ausziehen.
Kein Fußball in Giesing: Der TSV 1860 München muss während der Umbauarbeiten aus dem Grünwalder Stadion ausziehen. © Ulrich Wagner/Imago

Es geht nicht anders: Das Grünwalder Stadion kann erst umgebaut werden, wenn das Olympiastadion fertig ist. Der TSV 1860 München wird zeitweise am Oberwiesenfeld zuhause sein.

München - Die große Sportstätten in der bayerischen Landeshauptstadt brauchen Sanierungskuren. Die Hängepartie um das Grünwalder Stadion richtet sich nach den Arbeiten im Olympiastadion.

Das Renovierungsprojekt im Oberwiesenfeld laufen bereits. Aktuell ist das Olympiastadion zeitgleich bespielbar. Türkgücü München trägt seine Heimpartien momentan dort aus. Doch im Herbst 2024 ist erstmal Schluss mit Sport, bestätigt eine Sprecherin der Münchner Sportbürgemeisterin Verena Dietl (SPD) auf Rückfrage von Fussball Vorort/FuPa Oberbayern.

München: Olympiastadion von Herbst 2024 bis Frühjahr 2026 geschlossen - Grünwalder-Umbau erst danach

Von Herbst 2024 bis Frühjahr 2026 ist das Olympiastadion geschlossen. Dann sollen Brandschutz, Betriebstechnik, Stahlbauteile, Beton und Innenräume auf Vordermann gebracht worden sein. Mindestens 130 Millionen Euro plant der Münchner Stadtrat für das Projekt ein.

Und dann geht es in Giesing weiter. Für etwa 70 Millionen Euro soll das Grünwalder Stadion saniert und ausgebaut werden. Das Stadtstadion ist in seiner jetzigen Form nicht für den Spielbetrieb in der 2. Bundesliga zugelassen. Das will München ändern. Seit zwei Jahren bestehen die Pläne, am 30. März will der Stadtrat sie Stadionsanierung beschließen. Eine Beschlussvorlage wird voraussichtlich am kommenden Freitag veröffentlicht.

Grünwalder Stadion: Umbau trifft vor allem den TSV 1860 München - FC Bayern II könnte am Campus spielen

Aber eines nach dem anderen. Erst müssen die Arbeiten im Olympiastadion abgeschlossen sein, bevor die Bagger nach Giesing rollen. Sonst hätte der TSV 1860 München wohl keine Heimspielstätte, erläutert das Büro von Verena Dietl. Die Allianz Arena dürfte für die Löwen keine Option sein und andere Arenen, in denen Profifußball gespielt werden kann, hat die Stadt nicht.

Mindestens ein Kalenderjahr wird es also keinen Fußball in Giesing geben. Das Grünwalder Stadion nutzen aktuell der TSV 1860 München, der FC Bayern II und zeitweise Türkgücü München. Für sie wäre auch genug Platz im Olympiastadion. Wobei die Löwen in zwei Jahren durchaus die alleinigen Hausherren im Oberwiesenfeld sein könnten. Türkgücü München wird sich wohl nicht im Profifußball halten.

Die kleinen Bayern könnten, sollten sie bis dahin nicht aufsteigen, möglicherweise an den Campus in Freimann ausweichen. Bei nur 2.500 Plätzen in der Ingolstädter Straße wäre dafür aber auch in der Regionalliga eine Sondergenehmigung des BFV nötig. Sollte der FC Bayern II in der 3. Liga spielen, ist der Campus keine Option. Naheliegend wäre dann aber, dass die Amateure in der Allianz Arena spielen, so dass sich der Klub die Miete für das Olympiastadion spart. (moe) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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