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Nach dem Rauswurf: Jetzt spricht Falko Götz

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Falko Götz fühlt sich ungerecht behandelt.
Falko Götz fühlt sich ungerecht behandelt. © dpa

Kiel - Ex-Löwen-Trainer Falko Götz äußert sich nach seinem Rauswurf beim Drittligisten Holstein Kiel zu den Gerüchten um Handgreiflichkeiten im Training. Er erwartet “keine gütliche Einigung.“

Nach nur neun Monaten ist die Dienstzeit des früheren Bundesliga-Trainers Falko Götz bei Holstein Kiel schon wieder beendet. Der Fußball-Drittligist stellte den 47 Jahre alten Coach mit sofortiger Wirkung frei, wie Holstein-Präsident Roland Reime am Donnerstag in Kiel sagte.

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Zunächst wird Torsten Fröhling den bisher enttäuschenden Tabellen-18. übernehmen. Er soll bei seiner Arbeit durch den bisherigen Co-Trainer Andreas Thom und Torwarttrainer Klaus Thomforde unterstützt werden, die nach dem Weggang von Götz ihre Posten behalten. Präsident Reime betonte, der Verein habe derzeit keine Pläne für die Verpflichtung eines neuen Trainers. Fröhling betreute bisher das U-23-Team der Kieler, das in der Schleswig-Holstein-Liga spielt.

Große Hoffnungen in Götz

Götz war erst im vergangenen Dezember mit großen Hoffnungen in Kiel empfangen worden. Als Meister der Regionalliga Nord schaffte er auch gleich den Aufstieg in die 3. Liga. Zu den Gründen für die Freistellung des Trainers wollte sich der Verein nicht äußern. Reime sprach von einer “tiefen Enttäuschung“ und einer unvorhersehbaren Zuspitzung der Lage, die die Vereinsführung völlig überrascht habe.

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Medienberichten zufolge soll es in den vergangenen Wochen zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen Götz und dem Team gekommen sein. Dies wollte Reime zwar nicht bestätigten, er betonte aber, der Verein wolle “für die Zukunft sicherstellen, dass wir über Entwicklungen in der Mannschaft früher informiert werden“.

Flucht aus Kiel

Laut “Kieler Nachrichten“ soll sich die Mannschaft in einer internen Abstimmung gegen Götz ausgesprochen haben. Im “Express“ (Freitag-Ausgabe) wehrte er sich gegen den Vorwurf, er sei sogar gegenüber einem Spieler handgreiflich geworden. “Ich habe weder eine Handgreiflichkeit noch eine Tätlichkeit gegenüber irgendwem begangen“, beteuerte er.

Seine Freistellung sei ein laufendes Verfahren, “das wohl zu keiner gütlichen Einigung führen wird. Deswegen kann ich nichts weiter kommentieren - auch wenn es in mir kocht.“ Der frühere Profi will nur noch weg aus Kiel. “So schnell wie möglich. Jetzt, wo ich beurlaubt bin, habe ich vielleicht auch mal die Zeit, mir im Kölner Stadion ein Spiel anzuschauen und alte Freunde zu besuchen.“

Beim 1. FC Köln war er vor der Verpflichtung von Zvonimir Soldo als Trainer-Kandidat gehandelt worden. Nach dem Aufstieg in die 3. Liga sollte der frühere Bundesliga- Profi und Ex-Trainer von Hertha BSC und dem TSV 1860 München die zentrale Figur im ehrgeizigen sportlichen Konzept der “Störche“ werden, die in dieser Spielzeit zunächst die Klasse halten und dann in der nächsten Saison den Sprung in die 2. Bundesliga anpeilen wollten.

dpa

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