Ochs feiert Saisondebüt - Er erfuhr es von Király

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Ob Timo Ochs auch gegen den KSC alle Hände voll zu tun kriegt?

München - Timo Ochs feiert gegen den Karlsruher SC sein Saisondebüt im Löwen-Kasten. Dass er ran muss, erfuhr er von Gabor Király. Indes stellt Reiner Maurer einen Kräfteverschleiß im Team fest.

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Es war ein Telefonat, das belegt, dass zumindest die Torhüterwelt bei den Löwen in Ordnung ist. Nachdem Gabor Király am Donnerstagabend ärztlicherseits die Gewissheit hatte, dass er wegen eines Muskelfaserrisses in der rechten Wade für das Spiel am Samstag in Karlsruhe passen muss, rief er sofort Timo Ochs an. „Von Gabor habe ich also als Erstem erfahren, dass ich am Samstag ranmuss“, sagte Ochs. Garniert wurde diese Information von Király natürlich mit den besten Wünschen für seinen 30-jährigen Kollegen, der in der 2. Liga vor seinem Saisondebüt steht – und der sein erstes Pflichtspiel im Profigeschäft seit mehr als zwei Jahren bestreitet.

Das letzte Mal stand Ochs am 4. Oktober 2009 für Hertha BSC gegen den HSV zwischen den Pfosten – mit wenig schönen Erinnerungen. Nach einer halben Stunde musste Ochs mit einer schweren Hüftverletzung das Spielfeld verlassen und sein Vertreter Sascha Borchert sorgte anschließend für die Brüller des Spieltags. Zweimal klärte er per Kopf außerhalb des Strafraums, jedes Mal hauten ihm Jarolim bzw. Zé Roberto die Kugel aus rund 40 Metern volley ins Netz. Torhüterschicksal.

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Auch Timo Ochs macht sich nach so einer langen Pause natürlich Gedanken, was ihn wohl am Samstagnachmittag erwarten wird. „Wichtig ist“, sagt er, „dass du mutig bist und mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gehst. Und das kannst du dir auch durchaus im Training holen.“

Und auf diesen Moment hat er ja auch irgendwie gewartet. Ochs: „Ich bin sicher nicht im Sommer hierhergekommen, um mich die ganze Zeit auf die Bank zu hocken. Was nichts damit zu tun hat, dass die Absprache bei meiner Verpflichtung schon ganz klar war: Gabor ist die Nummer eins, ich bin die Nummer zwei.“

Dass sich Ochs auf diese Reihenfolge eingelassen und nach fünf Jahren zu 1860 zurückgekehrt ist, habe auch damit zu tun, so Trainer Reiner Maurer, „dass Timo in München wieder mit seiner Familie zusammenleben kann. Er hat hier auch viele Bekannte und Freunde – das Umfeld passt. Ich freue mich für ihn, dass er jetzt auch mal zum Einsatz kommt.“ Und der Löwen-Coach ist sicher, dass Ochs seine Sache gut machen wird: „Mit 30 ist Timo doch im besten Torwartalter. Ich kann ihm bedenkenlos vertrauen. Im Training zeigt er immer seine Klasse und er ist nicht weit entfernt von der Klasse eines Gabor Király.“

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Und jetzt soll Ochs seinen Teil dazu beitragen, „dass wir“, so Maurer, „in einem äußerst schwierigen Jahr in der Geschichte des TSV 1860 noch einen guten Abschluss zustande bringen. Jeder muss einfach nochmal alles aus sich herausholen.“ Auch wenn’s schwerfällt. Der Löwen-Coach: „Man hat zuletzt schon feststellen können, dass der ein oder andere mit den Kräften ziemlich am Ende ist und nicht mehr auf seinem Top­niveau spielt.“

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