„Ohrfeige zum guten Zeitpunkt“

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Gabor Kiraly „bestach“ auch gegen Rostock durch seine unorthodoxe Spielweise.

Rostock - Der Mann ist wenigstens ehrlich. „Das erste Tor kann man durchaus haben“, sagte Gabor Kiraly, „der Ball war sicher nicht unhaltbar. Durch die Beine hatte der Rostocker Angreifer Jänicke dem Löwen-Keeper den Ball gehauen.

 Kann passieren, würden manche Torhüter als Ausrede sagen, für Kiraly selbst war’s dennoch ein Fehler. Der aber zieht ihn jetzt nicht runter: „Ich bin so lange im Fußball dabei, dass ich gelernt habe, mich sofort wieder aufs nächste Spiel zu konzentrieren.“ Zumal der Ungar in der Niederlage auch durchaus etwas Positives sieht. „Für mich war es ein guter Zeitpunkt für eine Ohrfeige“, sagte Kiraly, „in der Vorbereitung und in den ersten Pflichtspielen haben wir nämlich immer wieder Fehler gemacht, die nicht bestraft wurden. Deshalb nehme ich diese Niederlage in Rostock als gutes Zeichen dafür, dass wir erkennen, wo wir uns in Zukunft schon noch verbessern müssen.“

Die Rückennummern der Löwen

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Was jetzt allerdings nicht heißen soll, dass der 34-Jährige beim ersten Tor mit Absicht die Beine breit gemacht hat. Kiraly: „Natürlich ärgere ich mich schon über die Niederlage und mir wäre es lieber gewesen, ich hätte in der Vorbereitung ein paar Tore mehr kassiert. Damit wir schon früher draus hätten lernen können.“ Bereits auf der Fahrt von Rostock zum Flughafen nach Hamburg war die erste Lektion angesetzt.

Im Bus lief die DVD von der 1:2-Niederlage gegen Hansa, und Kiraly schaute ganz genau hin – auch wenn’s weh tat. Dann aber war die Sache für ihn endgültig abgehakt. Und er bat um eins: „Dass jetzt keiner davon redet, dass wir eine Krise haben oder sowas.“

Claudius Mayer

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