Ex-1860-Coach Pacult wollte Lauth zu Rapid holen

Pacult im tz-Interview: "Ich habe um Benny Lauth gekämpft…"

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Auch Peter Pacult wollte Lauth.

Peter Pacult holte Benny Lauth 2001 aus der Löwen-Jugend hoch zu den Profis, unter dem Wiener erlebte der Stürmer seine bislang beste Zeit als Profi.

Peter Pacult holte Benny Lauth 2001 aus der Löwen-Jugend hoch zu den Profis, unter dem Wiener erlebte der Stürmer seine bislang beste Zeit als Profi. „Ich habe Pacult sehr viel zu verdanken. Er hat an mich geglaubt“, sagt Lauth über seinen Ex-Trainer, der nach wie vor große Stücke auf ihn hält. So große, dass er bis zuletzt alle Hebel in Bewegung setzte, um Lauth nach Wien-Hütteldorf zu Meister Rapid zu holen. Vergebens…

Herr Pacult, die Löwen haben Benny Lauth nach vier Jahren in der Fremde heim nach Giesing geholt. Für Sie war das am Dienstag keine so gute Nachricht…

Mit Benny Lauth zum Aufstieg?

Pacult:Ja mei, er hat sich halt so entschieden. Ich habe im Winter mit Benny gesprochen, jetzt vor kurzem nochmal. Wir haben wirklich um ihn gekämpft bei Rapid – aber vergeblich. Er hat mir gesagt, dass er überall hingehen würde, wo ich Trainer bin. Aber mit der österreichischen Bundesliga, da tut er sich schwer, da will er nicht hin. Nicht mal zum Meister.

Haben Sie Verständnis für Lauths Entscheidung?

Pacult:Ich hoffe für ihn, dass er den richtigen Schritt gemacht hat. Der Benny ist ein Spieler, der sein gewohntes Revier braucht und Leute, die an ihn glauben. Bei Sechzig hat er jetzt beides wieder. Die Fans sind begeistert, dass er wieder da ist, und mit dem Marco Kurz hat er sich ja schon als Spieler sehr gut verstanden. Am Vertrauen wird’s sicher nicht scheitern.

Glauben Sie, dass Lauth wieder zurück zu alter Stärke finden wird?

Pacult:Ich bin überzeugt, dass er seine Qualitäten in einem gewohntem Umfeld wieder besser ausspielen kann als in Hamburg, Stuttgart oder Hannover. Die Frage ist, wie sich die lange Zeit ohne regelmäßige Spielpraxis auf seine Torgefährlichkeit ausgewirkt hat. Mein letzter Eindruck war nicht so gut.

Sie haben mit Rapid Wien im Wintertrainingslager im Januar auf Teneriffa gegen Hannover gespielt.

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Pacult:Genau. Und da hab’ ich gesehen, dass ihm der letzte Tick fehlt. Beim letzten Pass, vor dem Tor – da muss er dran arbeiten, dass diese Ruhe, die er mal gehabt hat, wieder zurückkommt.

Wie sehen Sie 1860 für die kommende Saison aufgestellt? Was ist drin?

Pacult:Also wenn man sich die Namen anschaut: Lauth, Bierofka, Göktan, vielleicht bald wieder Schroth dazu noch ein Talent wie den Timo Gebhart – das ist für die Zweite Liga schon eine enorme Offensivkraft. Ich denke schon, dass man Sechzig zum erweiterten Kreis der Aufstiegsfavoriten zählen darf, wenn die Mannschaft ihre Heimstärke wiederfindet. Das ist das A und O für den Aufstieg, wer ’nauf will, muss daheim eine Macht sein.

Lauth stürmt wieder für die Löwen

Themawechsel: Wer wird neuer Nationaltrainer in Österreich?

Pacult:Ich nicht. Auch wenn ich in der Verlosung wäre, daran hätte ich kein Interesse. Ich hab’ schon einen tollen Job.

Wer ist der Favorit?

Pacult:Andi Herzog könnt’s machen als Teamchef, Jara, Constantini, da gibt’s mehrere Namen – auch deutsche.

Sie klingen angewidert…

Pacult:Klaus Augenthaler, Hans Meyer, das lass’ ich mir eingehen – aber Berti Vogts oder Winnie Schäfer? Biiitte!

Wer wird Europameister?

Pacult: Ich bin kein Prophet, aber für mich ist Spanien gegen Russland das vorweggenommende Finale. Die spielen beide wunderbar nach vorne. So stell ich mir Fußball vor.

Interview: Ludwig Krammer

Quelle: tz

Quelle: tz

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