Kult-Keeper der Löwen

Radenkovic wird 80: Seine sportlichen Erfolge

1860-Kult-Keeper Petar "Radi" Radenkovic wird 80. Für die Löwen bestritt er 215 Bundesligaspiele.
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1860-Kult-Keeper Petar "Radi" Radenkovic wird 80. Für die Löwen bestritt er 215 Bundesligaspiele.

München/Belgrad - Petar Radenkovic war in den 1960er-Jahren als Torwart des TSV 1860 München Kult. Am Mittwoch feiert der Ex-Löwe seinen 80. Geburtstag.

München/Belgrad - Bundestrainer Joachim Löw hatte nach dem WM-Triumph mehrmals erklärt, dass Manuel Neuer in Brasilien das Torwartspiel revolutioniert hätte. Doch weit gefehlt! Schon vor 50 Jahren gab es in der Bundesliga einen Keeper, der durch seine waghalsigen Ausflüge bekannt wurde: Petar Radenkovic. Am Mittwoch (1. Oktober) feiert der Neuer der 1960er-Jahre seinen 80. Geburtstag.

Noch heute ist der 1934 in Belgrad geborene „Radi“ nicht nur bei seinem Ex-Klub 1860 München eine Legende. Mit seinen Späßen und vor allem seinen Sturmläufen („Ich hätte auch als Feldspieler mithalten können“) begeisterte er damals das Publikum und wurde so zum vielleicht populärsten Spieler der jungen Bundesliga.

Während Löw heutzutage seine Freude an einem wie Radenkovic hätte, trieb dieser damals seine Trainer oft genug zur Verzweiflung, wenn er wieder mal mit dem Ball am Fuß weit in die gegnerische Hälfte dribbelte. „Bleib in Deinem Kasten, bist wohl narrisch“, brüllte Max Merkel dann immer mal aufs Spielfeld. „Partisan“ oder „Genie zwischen den Pfosten“ nannte der Österreicher seinen Torwart - je nach Stimmung.

"Radi" sogar beim Lokalrivalen beliebt

Am Selbstverständnis von Radenkovic, der in der Premierensaison der Bundesliga 1963/64 einer der ersten Ausländer war, änderte dies nichts. „Bin i bestes Torwart von Welt“, sagte er ganz unbescheiden immer über sich selbst - aber immer mit einem Lächeln.

Radenkovic war beliebt - selbst beim Lokalrivalen FC Bayern genoss er Hochachtung. „Du warst deiner Zeit 20 Jahre voraus, ein Pionier“, sagte Sepp Maier, ebenfalls eine Legende, einst über seinen Kollegen, der als erster Keeper in Deutschland auch im Sommer mit Handschuhen spielte. „Ich war eben der erste moderne Torhüter der Welt“, sagte Radenkovic.

Nicht nur in dieser Beziehung war er anders als die anderen. Der Sohn eines Folkloresängers aus Ex-Jugoslawien war der erste Entertainer im deutschen Fußball, ein Paradiesvogel. Mit seiner Platte „Bin i Radi, bin i König“ avancierte er auch neben dem Platz zum Star. Rund 400.000 Scheiben wurden verkauft, das reichte für Platz fünf in den Charts - vor den Beatles und den Rolling Stones. „Ach, mein Lied“, sagte Radenkovic immer, „das ist am Tag zehnmal im Radio gelaufen.“ Mit „Radi und Radieschen“ hatte er einen weiteren Hit.

215 Mal für die Löwen auf dem Platz

Auch sportlich lief es für die Löwen-Kultfigur super. Er holte mit 1860 DFB-Pokal (1964), Meisterschale (1966) und stand 1965 im Europapokalfinale. Allerdings wäre er fast bei den Bayern gelandet. Im Herbst 1960 kam der 26-Jährige, der 1956 mit Jugoslawien Olympia-Silber holte, zum Probetraining zu den Roten. Doch die schickten ihn weg.

„Mit Tränen in den Augen“ sei er davongeschlichen, sagte Radenkovic. Über Wormatia Worms kam er 1962 zurück nach München - zu den Blauen. Bis 1970 bestritt der selbstsichere Schlussmann 215 Bundesligaspiele für Sechzig.

Inzwischen lebt Radenkovic wieder in Belgrad. Im letzten Jahr hat er zum zweiten Mal geheiratet, nachdem 2009 seine Frau Olga nach fast 54 Jahren Ehe verstorben war. „Allein zu bleiben, ist das Allerschlimmste. Das wäre nicht mehr gegangen“, sagte er im Dezember 2013 in einem tz-Interview: „Deshalb bin ich auch so froh, dass ich wieder eine Partnerin gefunden habe. Und dazu gehörte jetzt eben auch, dass ich wieder geheiratet habe. Jetzt bin ich wieder im realen Leben.“

SID

1860 geht unter die Haut: Tattoo-Bilder unserer Leser

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Die Löwen-Fans Maik Lange und Andreas "Ondee" Schmied haben nun ein Buch verfasst, das die kreative Liebe dokumentiert. Das "1860 München Tattoobuch - Eine Liebe, die unter die Haut geht" gibt es ab November 2014 im Handel. Natürlich zum Preis von 18,60 Euro. © fkn
tz Foto Aktion: 1860 Tattoos
Im folgenden zeigen wir Ihnen einige von Lesern eingesandte Fotos. Das hier stammt von Thomas Schaller: "Ich dachte wenn schon ein Tattoo, dann eines das mir auch was bedeutet." © tz-Leser-Foto
Dieses Tattoo gehört Dominik Kostmann aus Germering: "60 geht unter die Haut. Einmal Löwe immer Löwe. Was besseres gibt es nicht." © tz-Leser-Foto
Adi Wegele erklärt uns sein Tattoo: "Liebe die unter die Haut geht. Links zu sehen; der Opel-Blitz in Verbindung mit einem Adler-Haupt. Der Adler war bereits im Altertum ein wichtiges Machtsymbol. Der König der Lüfte soll das Gefühl der Freiheit widerspiegeln, welches mir mein Opel Astra gibt. In der Mitte sieht man meinen Trumpf ! Der Anker (Familie) soll mich im Leben durch unruhige Zeiten bringen ! Nicht fehlen darf natürlich der Löwe! Mit dieser Karte wird die Verbundenheit zum TSV 1860 München deutlich. Leidenschaft die Leiden schafft! Einmal Löwe immer Löwe lautet die Devise!" © tz-Leser-Foto
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Julia Pröbster aus Schwarzach bei Nabburg ist stolz auf ihr Tattoo: "Ich trage den Löwen im und überm Herzen!" © tz-Leser-Foto
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Thomas Rogg aus Mindelheim zeigt uns sein Löwen-Tattoo. © tz-Leser-Foto
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Thomas Rogg aus Mindelheim zeigt uns sein Löwen-Tattoo. © tz-Leser-Foto
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Thomas Rogg aus Mindelheim zeigt uns sein Löwen-Tattoo. © tz-Leser-Foto
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Simon Faltner aus Brannenburg mit seinem Löwen-Tattoo. © tz-Leser-Foto
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"Ich bin Löwenfan durch und durch und habe mir meine große Leidenschaft unter die Haut stechen lassen", schrieb uns Michael Löckelt aus Kaufbeuren zu seinem Foto. © tz-Leser-Foto
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Stefan Settele aus Mindelheim schickte uns dieses Foto von seiner Wade: "Als Löwenfan gehört es zur Pflicht sich ein Tattoo stechen zu lassen!" © tz-Leser-Foto
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Guido Bittner aus Kempten trägt diesen Löwen unter der Haut. © tz-Leser-Foto
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Dieses Emblem prangt auf dem Arm von Ernst Hüther. © tz-Leser-Foto
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Ann-Kathrin Leiter trägt die Löwen auf dem Rücken. "Für mich ist das einfach der beste Verein, trotz der vielen Tiefpunkte. Einmal Löwin, immer Löwin!", schrieb sie uns. © tz-Leser-Foto
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Susi Behrends schickte uns dieses Foto zu: "Mein Vater Helmut Behrends ist Fan von 1860 München, seit er denken kann. Und das, obwohl wir weit weg von München - in Ostfriesland wohnen. Da wir leider so gut wie nie live zu den Spielen kommen können, trägt er seine Löwen jetzt immer bei sich." © tz-Leser-Foto
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Andreas Vogl trägt "Münchens große Liebe links am Arm". © tz-Leser-Foto
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Robert Hilberth aus Senden: "Einmal Löwe - immer Löwe." © tz-Leser-Foto
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Oliver Kloppisch aus Garching: "Als Löwen-Fan hab ich mir natürlich einen Löwenkopf auf die Wade tätowieren lassen. Der Spruch 'fight together' bedeutet, dass die Mannschaft und auch ich als Fan immer "kämpfen" bzw. alles geben werden." © tz-Leser-Foto
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Fred Münzhuber aus Großmehring: "Als ich mit 17 Jahren in der Westkurve stand wollte ich mir schon ein Löwentattoo stechen lassen. Nach 30 Jahren und dem Zuspruch meiner Frau ( wennst das etz ned machst, dann machst das nie ), habe ich mir nun meinen Wunsch erfüllt und bin Stolz darauf!!  EINMAL LÖWE IMMER LÖWE!" © tz-Leser-Foto
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Dieses Bild ist aus dem neuen 1860-Tattoobuch. © "1860 München Tattoobuch - Eine Liebe, die unter die Haut geht"
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