Heimreise aus Ingolstadt

Vorfälle nach Derby: 14 Verdächtige ermittelt

München - Auf der Heimreise vom Derby nach München kam es zu Entgleisungen bei den Löwen-Anhängern. Jetzt gab die Bundespolizei den Stand der Ermittlungen bekannt.

Für mehrere Personen werden die Vorfälle bei der Zug-Rückreise aus Ingolstadt strafrechtliche Konsequenzen haben. Das teilte die Bundespolizei am Freitag mit. 14 Tatverdächtige im Alter von 19 bis 49 Jahren seien demnach in Zusammenarbeit mit der Landespolizei bereits identifizieren worden.

In der Nacht vom 14./15. Februar 2014 war es in der Regionalbahn von Ingolstadt nach München, am Bahnhof Petershausen und am Hauptbahnhof in München zu Straftaten gekommen. Bei gewalttätigen Ausschreitungen waren nach Polizeiangaben elf Beamte und zwei Bahnsicherheitsmitarbeiter verletzt worden.

Die Bundespolizei in München hat noch am Samstag strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen. Seit Montag befasst sich eine eigene Ermittlungsgruppe der Bundespolizei mit der Aufklärung der Vorfälle. Die Beamten haben umfangreiches Videomaterial ausgewertet, in den betreffenden Zug-Wagen Spuren gesichert und kriminaltechnische Untersuchungen vorgenommen.

Auch wenn die Täter sich teilweise vermummt hatten, konnten bisher bereits 14 Verdächtige identifiziert werden. Bei den Straftaten handelt es sich nach Polizeiangaben um verschiedene Formen von Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung. Zwölf Verdächtigen konnten Taten im Zug bzw. am Bahnsteig in Petershausen zugeordnet werden, zwei weiteren Taten am Starnberger Flügelbahnhof in München.

Flaschenwürfe gegen Polizeibeamte

Durch die noch laufenden Videoauswertungen konnten darüber hinaus bisher acht Beleidigungen und neun gefährliche Körperverletzungen, allesamt Flaschenwürfe gegen Polizeibeamte, festgestellt werden. Hierzu dauern Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen noch an. Mehrere der Taten konnten aufgrund der Videoaufnahmen bereits Personen zugeordnet werden. Sobald diese Tatverdächtigen identifiziert worden sind, werden auch gegen sie in Absprache mit den zuständigen Staatsanwaltschaften Strafverfahren eingeleitet.

Zusätzlich wurden im Rahmen der Spurensicherung im betreffenden Zug 35 Sachbeschädigungen festgestellt. Dabei handelt es sich größtenteils um eingeschlagene Deckenverkleidungen, Beschmierungen und eine zerstörte Toilettentür.

Über die Höhe verursachter Sachschäden im Zug liegen der Bundespolizei bisher noch keine Angaben vor. Die Bundespolizei bittet Reisende, die sich in der entsprechenden Regionalbahn RB 59107 befunden haben, unter 089-515550-0 um sachdienliche Hinweise.

Das Vorgehen der Polizei bei der Heimreise sorgte unter Fans für Diskussionen - und teils auch für Kritik. In einer E-Mail an tz.de prangerte ein Anhänger das Verhalten der Einsatzkräfte an und schrieb von "Todesangst".

mm

Rubriklistenbild: © sampics

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