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Prosit Scheich! Die Löwen mit Investor Ismaik auf der Wiesn

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Löwen-Coach Reiner Maurer, Hasan Ismaik und Präsident Dieter Schneider genießen die Wiesn. © sampics

München - Am Dienstagabend ging es für die Löwen auf die Wiesn. Mit dabei war auch Hasan Ismaik. Er reiste extra aus Abu Dhabi an. Der Ausflug hat im gut gefallen.

Alkohol aus Literkrügen, enthemmte, zunehmend unverhüllte Frauen auf den Bänken, dazu zentnerweise Schweinefleisch – nein, für einen praktizierenden Moslem kann das Münchner Oktoberfest nicht wirklich ein Ort der grenzenlosen Freude sein.

Und trotzdem ließ es sich 1860-Investor Hasan Ismaik, alias „der Scheich“, am Dienstag nicht nehmen, auf einen Wiesnbesuch einzufliegen. Gehört halt dazu, wenn man sich als Präsentationsplattform einen Münchner Traditionalistenverein wie den TSV 1860 ausgesucht hat.

Um 19.15 Uhr, nach sechs Stunden Flug aus Abu Dhabi und einer einminütigen Lederhosn-Einkleidung am Erdinger Flughafen, war es also soweit. Begleitet von seinem Münchner Statthalter Hamada Iraki und Mohamed al-Husseini, dem Chef des milliardenschweren abu-dhabischen Staatsfonds „Aabar“ (mit zehn Prozent an der 1860-Vermarktungsagentur H. I. Squared International beteiligt) erschien Ismaik auf der Empore im „Himmel der Bayern“.

Die Löwen auf der Wiesn: Bilder aus dem Hackerzelt

Blitzlichtgewitter, Begrüßung der Mannschaft, ein Prosit für die Kameras, dann schaute sich der 35-jährige Jordanier lächelnd das wilde Treiben im Zelt an. „Heeey Baby“ und „Highway to Hell“ – ob ihm die Gaudi wirklich taugte, war am Dienstag nur zu erahnen. Gegenüber der versammelten Presse sagte Ismaik jedenfalls, er fände dieses Oktoberfest absolut „amazing“ und „viel schöner als erwartet“.

Schade nur, dass sein erster Wiesnbesuch ein ziemlich kurzer war. Schon um 21 Uhr ging der Flieger weiter nach Zürich, zum nächsten Geschäftstermin. Sportlich ist Ismaik zufrieden mit seinen Löwen. „Es gefällt mir, dass die Mannschaft Fortschritte zeigt“, ließ er von Iraki übersetzen. „Trainer und Spieler geben ihr Bestes. So wie es aussieht, wird die Mannschaft um den Aufstieg kämpfen.“

Beim nächsten Heimspiel gegen Dynamo Dresden am übernächsten Sonntag wird Ismaik voraussichtlich wieder im Stadion sein, um sich live von den Fortschritten zu überzeugen.

Apropos Fortschritt: Dienstagnachmittag konnten die Löwen die erste Vertragsverlängerung der Saison vermelden: Dominik Stahl unterschrieb bis 2014. „Ich fühle mich wohl, es passt einfach hier“, sagte der Mittelfeld-Kämpfer. Und genehmigte sich eine Maß. „Eine dürfen wir ja trinken. “

lk

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