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Löwen-Prozess vertagt - Friede in Sicht

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Von: Ludwig Krammer, Florian weiß

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Unterhaltung während der Verhandlungspause: Kirmaier-Anwalt Veauthier, 1860-Anwalt Kambli, Kläger Kirmaier, 1860-Anwalt Steeger, 1860-Vize-Präsident Helfer und Löwen-Präsident Mayrhofer (v.l.). © Krammer

München - Der Prozess zwischen dem TSV 1860 und Mitglied Helmut Kirmaier ist vertagt worden. Die Richterin mahnte eine "gütliche Einigung" der Parteien an, bei der niemand sein Gesicht verlieren solle.

Das Gerichtsverfahren zwischen dem TSV 1860 München und dem Löwen-Mitglied Helmut Kirmaier wird auf den 6. Juni um 9.00 Uhr vertagt. Darauf einigten sich beide Parteien in der Sitzung am Freitagvormittag. Kirmaier will die Mitgliederversammlung vom 14. Juli 2013 für ungültig erklären lassen (tz berichtete). Sein Anwalt Heinz Veauthier argumentiert unter anderem damit, dass Mayrhofers Vor-Vorgänger Dieter Schneider sein Amt "nie niedergelegt" habe. Entsprechend wäre die Wahl von Gerhard Mayerhofer zum Präsidenten ungültig.

Tatsächlich bezeichnete Richterin Christina Weitnauer diese Versammlung als nicht beschlussfähig, forderte die Parteien allerdings zu einer gütlichen Einigung auf. In der zehnminütigen Unterbrechung der Verhandlung unterhielten sich Kirmaiers Anwalt Heinz Veauthier und Löwen-Anwalt Guido Kambli vor dem Sitzungssaal.

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1860-Anwalt Guido Kambli (vorne) und Kläger Helmut Kirmaier. © Krammer

10.25 Uhr beantragte Veauthier schließlich die Vertagung des Prozesses, um bis dahin einen Vergleichsvorschlag auszuarbeiten. Richterin Weitnauer gab den Parteien mit auf den Weg: "Niemand darf sein Gesicht verlieren, weder Kläger noch Beklagter. Es geht darum goldene Brücken zu bauen."

Beide Anwälte zeigten sich zuversichtlich bezüglich einer Einigung. 1860-Anwalt Kambli: "Wir haben uns aufeinander zubeweget. Wir befinden uns in Vergleichsgesprächen, auch was das Vereinsausschlussverfahren betrifft. Das ist sehr positiv." Ähnlich äußerte sich Veauthier: "Wenn festgestellt werden kann, dass wir uns auf dem Weg zu einer gütlichen Einigung befinden, dann ist das sehr positiv."

Am 6. Juni wird man sehen, ob und auf was sich Kirmaier und die Löwen einigen können. Die Hoffnung auf Frieden bei Sechzig ist allerdings nach der Verhandlung vom Freitag gewachsen.

Florian Weiß / Ludwig Krammer

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