"Wir haben schon Bessere geschlagen"

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Reiner Maurer (Archivfoto) schickt eine Kampfansage nach Duisburg

München - Hoppala! Löwen-Coach Reiner Maurer hat am Mittwoch nicht nur den kommenden Gegner provoziert - sondern auch Djordje Rakic.

Die Trainingsgäste blickten besorgt drein, als Benny Lauth am Mittwochvormittag vorzeitig das Training beendete und in die Kabine schlurfte. Sollte der Einsatz des Torjägers am Samstag gegen den MSV Duisburg tatsächlich in Gefahr sein, dem vermaledeiten 29-jährigen Rücken sei Dank? „Nein“, gab Trainer Reiner Maurer wenig später Entwarnung. Die verkürzte Einheit sei abgesprochen gewesen, am Donnerstag werde Lauth wieder „ganz normal“ mittrainieren. Motto: Haut scho hi.

Maskottchen in Deutschlands Fußball-Stadien

Vorsichtiges Aufatmen. Gegen Duisburg wird ein fitter Lauth dringend gebraucht. Defensivschwächen hat Maurer beim Tabellen-Dritten ausgemacht. „Das ist eine Mannschaft, die schnell nach vorne nachrückt“, weiß er. „Hinten sind sie anfälliger als Bochum.“ Das Pokalmatch der Meidericher gegen den 1. FC Kaiserslautern wollte sich der Coach am Mittwochabend im Bezahlfernsehen ansehen, allzu großen Respekt hat er vor Duisburg nicht: „Wir haben schon bessere Mannschaften zu Hause geschlagen.“

Hoppala!

Doch Maurer provoziert nicht nur den Gegner. Auch für Stürmer Djordje Rakic, der in Osnabrück gelbgesperrt nicht dabei sein konnte, hatte er am Mittwoch ein paar stachlige Worte übrig. „Ich wünsche ihn mir ein bisschen lebendiger, frischer“, rügte er den Serben ob seiner ausbaufähigen Trainingsleistungen. „Ich würde gern sehen, dass er noch mehr arbeitet und macht auf dem Platz.“

Das wünschte sich Maurer zuletzt auch von Stefan Aigner. Der Publikumsliebling hatte seinen Startplatz in Osnabrück für Jungspund Tarik Camdal räumen müssen, prompt überzeugte der Deutsch-Türke mit Ideen und immenser Laufstärke. Ob Aigner gegen Duisburg wieder von Beginn an randarf, ist offen. Immerhin wähnt Maurer den Holzkirchner „wieder auf einem besseren Weg“, viel heißen muss das nicht. Maurers nächster Satz wird „Aiges“ kaum erheitern: „Er bräuchte ein paar Spiele. Aber wir brauchen halt auch ein paar Punkte…“

Drei Stück am Samstag, drei am Montag drauf gegen Düsseldorf. Dann wären die Löwen tatsächlich wieder bei der Musik. Bleibt zu hoffen, dass sich die Mannschaft von der Angriffslust ihres Trainers anstecken lässt.

lk

Die Spieler- und Funktionärsfrauen des TSV 1860

Srec

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