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Rukavina: Muss trainieren wie ein 15-Jähriger

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Antonio Rukavina. © Sampics

München - Die Löwen würden Antonio Rukavina gerne von der Gehaltsliste streichen. Dabei schließt der Serbe nicht aus, zu reduzierten Bezügen bei 1860 zu bleiben. Der Verteidiger übt auch Kritik.

"Wenn mir 1860 ein konkretes, neues Angebot vorlegt, werde ich mit meiner Familie und meinem Berater darüber sprechen. Aber bisher hat mich keiner gefragt", sagte Rukavina der "Bild"-Zeitung.

Gleichwohl zeigt der 27-Jährige nur wenig Verständnis für die Art und Weise, wie mit ihm derzeit umgegangen wird. "Ich bin nur noch dritte Wahl, muss Torschüsse und Flanken üben wie ein 15-Jähriger. Sehr schwierig - für mich, und für den Verein." Seine Beschwerden reichen noch weiter: "Ich verstehe die Politik des Vereins nicht. Man muss doch erst einen Spieler verkaufen und dann einen neuen holen. Was passiert, wenn ich bleibe? Soll ich bei den Amateuren spielen? Setzen sie einen der teuersten Spieler auf die Tribüne, spiele ich ein Jahr gar nicht?"

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An fehlender Selbsteinschätzung mangelt es Rukavina offenbar nicht: Er ist tatsächlich einer der teuersten Spieler im Kader, weshalb die Sechzger den Rechtsverteidiger lieber heute als morgen verkaufen würden.

Rukavina findet, dass sich der Verein dabei nicht clever anstellt: "Nach zweieinhalb Jahren wollen sie mich nicht mehr. Da muss doch jeder denken, ich habe Mist gebaut. Seit Wochen steht in allen Zeitungen, ich muss gehen - das ist nicht gut für mein Image, wie will der Verein da Geld für mich bekommen?"

Rukavina will sich trotz der kritischen Worte weiterhin professionell verhalten: "Ich weiß, dass der Klub finanzielle Probleme hat. Und ich werde bis zum letzten Tag alles für 1860 geben. Ich bin keinem böse, werde keinen Ärger machen." Dazu muss er aber hoffen, dass niemand seine kritischen Töne in den falschen Hals bekommt. Denn das gäbe sicherlich Ärger.

tz

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