Besonderes Lob für Bierofka und Gorenzel

Löwen-Zukunft: Ismaik-Vertrauter spricht schon von der Bundesliga

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Sieht eine rosige Zukunft vor den Löwen: Saki Stimoniaris vertritt die Investorenseite im Aufsichtsrat.

Bei den Löwen ist die Vorfreude auf das erste Jahr in der 3. Liga zu spüren. Saki Stimoniaris denkt aber schon ein paar Schritte weiter. Der Vertraute von Hasan Ismaik spricht sogar von der Bundesliga.

München - In einer Woche starten die Löwen in die erste Drittliga-Saison der Klubgeschichte. Allzu lange will sich Sechzig aber nicht in der wirtschaftlich wenig lukrativen Spielklasse aufhalten. Das betont auch Saki Stimoniaris. Der Vertraute von Investor Hasan Ismaik setzt dabei vor allem auf Trainer Daniel Bierofka, wie er im Bild-Interview betont: „Ich lege mich fest und sage: Die Löwen werden mit ihm eines Tages in der Bundesliga spielen.“

Doch nicht nur der Ex-Profi allein lässt den Aufsichtsrat frohlocken. So sei Karl-Christian Bay „mein Ansprechpartner. Ein hervorragender Finanzexperte.“ Und neben Bierofka sei letztlich auch Sportdirektor Günther Gorenzel „der Grund, warum Herr Ismaik das Geld in Form von Genussscheinen zur Verfügung stellt.“ Die ganz große Nummer bleibt für Stimoniaris aber der Blondschopf mit dem Vollbart: „Bierofka ist das größte Kapital, das wir haben. In ihn investieren wir. Bierofka trägt den Löwen im Herzen. Er wird niemals gehen, wenn die Rahmenbedingungen passen.“

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„Alles tun, um Insolvenz zu vermeiden“

Genau dafür will das Ismaik-Lager sorgen. Deshalb verspricht Stimoniaris in der Bild mit Blick auf den schwarzen Freitag mit der Lizenzverweigerung für die 3. Liga vor knapp 14 Monaten: „Jeder Löwe kann sich sicher sein: Einen Tag wie den zu Saisonende 2017 wird es nie wieder geben.“ Heißt: Wenn Geld gebraucht wird, stellt es der einst milliardenschwere Investor zur Verfügung. Stimoniaris versichert: „Ich will ganz klar sagen: Wir werden alles tun, um eine Insolvenz zu vermeiden. Das will niemand, der es gut meint mit 1860.“ Zur Erinnerung: Zuletzt verging keine Saison, ohne dass ein Drittligist einen Insolvenzantrag stellen musste, 2017/2018 war dies bei den Absteigern Rot-Weiß Erfurt und Chemnitzer FC der Fall.

Derlei Existenzängste muss an der Grünwalder Straße laut dem 47-Jährigen niemand ausstehen. Für Stimoniaris, der laut eigener Aussage kein Interesse mehr am 2019 neu zu besetzenden Präsidentenposten hegt, ist die aktuelle Mannschaft ohnehin „qualitativ nun in der Lage, eine gute Platzierung zu erreichen, frei von Abstiegssorgen“. Und dann lässt er die Fans sogar schon von mehr träumen: „Steigen sie auf, wird Herr Ismaik sicher wieder alle Wünsche erfüllen.“

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Auf dieses Trio setzt Aufsichtsrat Saki Stimoniaris (2. v. r.): Trainer Daniel Bierofka, Investor Hasan Ismaik und Sportdirektor Günther Gorenzel (v. l.) sollen die Löwen mindestens in die 2. Liga führen.

„Geschäftszahlen aus der Abstiegssaison katastrophal“

Das tat der Investor auch vor zwei Jahren bereits. Damals war der Aufstieg das erklärte Ziel, doch die in sich zerstrittenen Blauen rauschten mit dem Fahrstuhl in die andere Richtung - hinab in die Regionalliga. Die nun veröffentlichte Bilanz der Abstiegssaison mit einem Verlust jenseits der 20-Millionen-Euro-Grenze hat auch Stimoniaris aufgeschreckt: „Natürlich sind diese Geschäftszahlen aus der Abstiegssaison katastrophal, aber man muss auch wissen: Es ist Hasan Ismaik, der da ganz allein ins Risiko gegangen ist und Kredite zur Verfügung gestellt hat.“

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Auch für die neue alte Heimat auf Giesings Höhen würde der Jordanier wohl ein paar Scheine lockermachen. Stimoniaris verrät: „Am liebsten wäre es ihm, wenn man das Grünwalder Stadion so aus- und umbauen könnte, dass es zweitligatauglich wäre.“ Auch da klingt sie wieder durch: Die Hoffnung, die 3. Liga möglichst schnell in die richtige Richtung zu verlassen.

mg

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