2:1-Heimsieg

Sechzig schlägt Greuther Fürth zum Rückrundenauftakt

27 01 2017 Fussball 2 Liga 2016 2017 18 Spieltag TSV 1860 München SpVgg Greuther Fürth in der
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Schuss ins Glück: Michael Liendl mit dem Löwen-Siegtreffer gegen Greuther Fürth.

München - Erfolgreicher Rückrundenauftakt für die Löwen: Das Team von Neu-Coach Vitor Pereira besiegte Greuther Fürth in der Allianz Arena mit 2:1. 

Das war ein perfekter Einstand für Vitor Pereira! Dank des späten Treffers von Michael Liendl (86.) drehten die Löwen gestern Abend das Heimspiel gegen Greuther Fürth, siegten gegen die Gelb-Rot dezimierten Franken mit 2:1 (1:1). Olic hatte die Führung durch Dursun per Elfmeter ausgeglichen. Mit nun 19 Punkten liegen die Sechziger auf Platz 13, nächste Woche geht’s nach Bielefeld. 

Altbewährte Kräfte in der Startelf

Pereiras Startaufstellung überraschte nicht. Dass Daniel Adlung den Vorzug vor Liendl bekommen würde, hatte sich in der vergangenen Trainingswoche angedeutet, Stojkovic statt Busch auf rechts dürfte eine ebenso knappe Entscheidung gewesen sein wie Ortega anstelle von Zimmermann im Tor. Er wolle ein Team sehen, das seine DNA rüberbringe, hatte Pereira angekündigt. „In die Richtung, wie ich spielen will, sind wir eine bessere Mannschaft geworden.“ Den Beweis blieben die Löwen lange schuldig. Fürth war bis zu Samas Platzverweis (49.)mindestens ebenbürtig, Sechzig kam mit den konsequent pressenden Franken nicht zurecht. Speziell Boenisch war mit seinen Fehlpässen ein steter Gefahrenherd. Von einem geordneten Spielaufbau konnte keine Rede sein. 

Slapstick in der Löwendefensive

Die Führung für die Fürther in der 13. Minute resultierte aus einem Missverständnis zwischen Mauersberger und Ortega. Der Abwehrchef wollte einen weiten Ball von Gießelmann zum Keeper zurückspitzeln, doch Ortega war herausgelaufen; Dursun schob als lachender Dritter ein. Es war bereits der siebte Saison-Gegentreffer für 1860 nach einem individuellen Patzer. Die Folge: Zur Nervosität kam jetzt auch noch Verunsicherung. Unnötige Fouls ermöglichten Fürth einige gefährliche Freistöße, Pereira kam an der Seitenlinie aus dem Zetern nicht heraus. Dass es trotzdem mit einem 1:1 in die Pause ging, hatten die Löwen Fürths Khaled Narey zu verdanken. Der Verteidiger umklammerte bei einer Ecke den zugeteilten Boenisch, Schiri Jablonski entschied zu Recht auf Elfmeter. Und Olic hatte Glück, dass sein schwach geschossener Ball von Keeper Megyeris Unterarm ins Tor sprang (43.). 

Schiedsrichter Jablonski im Fokus

Auch nach der Pause stand der Referee im Blickpunkt. Zunächst verweigerte er Fürth einen Elfmeter, als Dursun bei einem Schussversuch zu Boden ging (48.), eine Minute später schickte er den bereits verwarnten Sama nach einem Foul an Stojkovic vom Feld. Hart, aber vertretbar. Die Löwen bekamen nun Oberwasser. Mit Liendl (für Adlung) kam mehr Kreavtivität ins Spiel, mit Claasen (für Aycicek) mehr Tempo. Vom Südafrikaner bedient scheiterte Aigner aus spitzem Winkel an Megyeri (59.). Als in der 77. Minute auch noch Ribamar sein Debüt geben durfte und Mauersberger vom Feld ging, erwarteten die 17 000 Fans in der Arena eine Schluss-offensive. Und auch wenn die Präzision weiterhin zu wünschen übrig ließ, gab’s am Ende trotzdem Grund zum Jubel. Dank „Joker“ Liendl. Claasen hatte von links geflankt, Olic mit dem Oberschenkel unfreiwillig genau vorgelegt - und der Österreicher zielte mit seinem schwächeren rechten Fuß rechts unten ins Glück (86.). So kann’s aus Löwen-Sicht gerne weitergehen. lk, ff

Der Ticker zum Sieg der Löwen gegen Greuther Fürth: Hier zum Nachlesen. Hier finden Sie Bilder zum Spiel und die Noten der Löwen.

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