Hachings Offensiv-Antreiber im Interview 

Sascha Bigalke: „1860 kann ich mir nicht vorstellen“

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Sascha Bigalke will am Freitag im Heimspiel mit Haching auch Kaiserslautern trotzen.

Die SpVgg Unterhaching empfängt am Freitagabend um 19 Uhr den 1. FC Kaiserslautern. In dem Spiel, bei dem die Gastgeber mit einigen Sonderaktionen Spenden für die „BR-Sternstunden“ zusammentragen wollen, werden die Blicke wieder einmal zu großen Teilen auf Sascha Bigalke ruhen. 

Unterhaching – Er ist der Antreiber in Hachings Offensive, die zuletzt beim 5:4 gegen Jena mal wieder für viel Furore gesorgt hat.

Herr Bigalke, musste sich Keeper Lukas Königshofer nach seinem kuriosen Patzer in Jena in der Mannschaft ein paar Sprüche anhören?

Nein, lieber passiert das in so einem Spiel, als wenn du 0:1 verlierst. Darüber war er sicher auch froh. Passiert halt. Ich glaube, dass war auch sein erster Patzer bei uns. Bei dem Spiel hat das irgendwie dazugehört.

Mann des Spiels war mit drei Treffern Stephan Hain. Beim Computerspiel FIFA wurde er in das Team der Woche gewählt – zusammen mit Spielern wie Raheem Sterling oder Christian Eriksen. In dieser Saison hat er schon zwölf Tore gemacht.

Das kommt für mich nicht überraschend. Im Training ist er auch richtig gut. Er ist für die Liga und für uns ein Glücksfall!

Haben Sie ihn in der Mannschaft beim FIFA-Computerspiel schon gekauft?

Von uns sind viele schon zu alt (lacht). Aber in der U 14, die ich trainiere, war das ein großes Thema.

Nun kommt Kaiserslautern in den Sportpark.

Vom Namen her ist das zusammen mit Braunschweig und natürlich dem Derby das interessanteste Spiel. Wir sind gut vorbereitet, Kaiserslautern ist unter Druck. Wir sind sicher nicht der Außenseiter – haushoher Favorit sind wir aber auch nicht.

Wundert es Sie, dass Vereine wie Kaiserslautern oder Braunschweig so Probleme in der Liga haben?

Die Dritte Liga wird von Jahr zu Jahr ausgeglichener. Die Mannschaften, die von oben kommen, müssen meist einen Umbruch machen. Das sind keine Mannschaften, die gespickt mit Zweitliga-Profis sind – von dem her sind die Probleme normal. Das sind aber beides Mannschaften, die auch mal eine Serie starten können. Die von Kaiserslautern sollte aber nicht am Freitag beginnen (lacht).

Lieber sollte die von Haching weitergehen. Sie sind neun Spiele ohne Niederlage.

Wir machen unsere Chancen zurzeit gut rein. Wichtig ist für uns, dass wir in Führung gehen. Wenn wir die letzten vier Spiele bis zur Winterpause nicht verlieren, sind wir auf einem guten Weg.

Vielleicht würde da mal ein Tor von Ihnen helfen. Sieben Vorlagen, aber null Treffer – was ist da los?

Das stimmt. Die Riesen-Chancen hatte ich nicht. In Rostock hat mal einer mit der Hand auf der Linie geklärt. Ich bin halt eher der Spielgestalter. Das Tor wird aber kommen!

Sie haben Bundesliga und international gespielt – wollen Sie da wieder hin?

Die Zweite Liga ist mein Ziel – ob das mit Haching diese Saison möglich ist, wird man sehen. Das hängt auch sicher davon ab, ob Spieler wie Stephan Hain oder Marc Endres fit bleiben. Alles drüber ist eher nicht realistisch, ich werde im Januar 29 Jahre alt.

Wäre ein Wechsel im Sommer ein Thema?

Ich habe noch zwei Jahre Vertrag hier und ich glaube, dass der Verein mich auch nicht abgeben will. Mein Plan ist es nicht. Es wäre aber Quatsch zu sagen, dass ich hier sicher meine Karriere beenden werde – ausgeschlossen ist das aber nicht.

Immer wieder werden Sie bei 1860 als Transfer ins Gespräch gebracht. Gab es mal Kontakt?

Nein, wirklich gar nicht. Aktuell kann ich mir das auch nicht vorstellen. Ich fühle mich in München wohl, aber innerhalb der Stadt den Verein zu wechseln? Damit beschäftige ich mich nicht.

Interview: Florian Fussek

Quelle: tz

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