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Tanner: "Ich hätte Kevin nicht verkauft"

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Ernst Tanner und die TSG Hoffenheim haben noch keine Entscheidung in der Causa "Volland" getroffen. © dpa

München - Der TSV 1860 bangt nach dem Doppelpack von Jungstar Kevin Volland mehr denn je um den Stürmer. Die tz sprach mit TSG-Manager Ernst Tanner über einen Verbleib bis Saisonende.

Wahnsinn, sensationell, unglaublich abgezockt und dabei so was von an- und bodenständig! Die Begeisterungsskala um Löwenstürmer Kevin Volland wird nach dem Doppelpack des 19-Jährigen gegen den FSV Frankfurt mal wieder auf ihre Grenzen getestet. Und mit jedem Ausschlag nach oben wächst bei den blauen Fans und Verantwortlichen auch die Angst vor dem (baldigen) Verlust des Ausnahmetalents. Muss Volland, der seit Januar der TSG Hoffenheim gehört (600 000 Euro Ablöse) und nur an 1860 zurückgeliehen ist, schon in der Winterpause zu seinem künftigen Arbeitgeber ins Nordbadische? Oder dürfen die Löwen ihren derzeit besten Mann noch bis Saisonende behalten? Die tz sprach mit dem Mann, der die Entscheidung treffen wird: mit Hoffenheims Manager Ernst Tanner (45).

Herr Tanner, die drängendste Frage zuerst: Wissen Sie schon, wie lange sich die Löwenfans noch an Kevin Volland erfreuen dürfen?

Tanner: Nein, die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Ich bin ja regelmäßig mit Herrn Schneider (1860-Präsident) in Kontakt und weiß natürlich, dass Sechzig den Kevin gerne bis zum Sommer behalten würde, aber jetzt lassen Sie uns das Ganze doch einfach mal abwarten, etwas Zeit ist ja noch.

Kevin sagte am Sonntag im Stadion, er wünsche sich bis November Klarheit, schließlich stehe ja im Falle des Falles auch noch die Wohnungssuche an…

Tanner: Eine Wohnung ist schnell gefunden, das ist das geringste Problem. Im Vertrag ist festgelegt, dass wir unsere Option bis zum 15. November wahrnehmen müssen, wenn Kevin in der Rückrunde für Hoffenheim spielen soll. Ganz so lange werden wir uns aber nicht Zeit lassen.

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Hat Hoffenheim denn akuten Bedarf an Stürmern?

Tanner: Im Moment nicht so sehr, aber das kann sich schnell ändern, wenn Chinedu Obasi und eventuell noch Knowledge Musona zum Afrika-Cup müssen. Dann hätten wir Bedarf, und Kevin könnte in der ersten Liga mithalten, da hätte ich keine Bedenken.

Was würden Sie als Löwen-Manager tun, um Kevin zu halten?

Tanner: Tja, ich hätte ihn nicht verkauft… 1860 schwebte in Insol­venzgefahr. Tanner: Da müssen Sie dann aber eher die Leute fragen, die das verursacht haben, nicht mich.

Fürchten Sie, dass Kevin die Diskussionen um seine Person belasten?

Tanner: Man muss schon aufpassen, da sind alle gefordert, auch die Medien. Aber es ist ja keine Pest- oder Cholera-Entscheidung für den Kevin. Er fühlt sich bei 1860 sehr wohl, aber ihm gefällt auch die Herausforderung Bundesliga.

lk

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