Transfer-Finanzierung: Schneider gefällt Ismaiks Idee

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Dieter Schneider (l.) und Hasan Ismaik (Archivfoto)

München - Über ein Interview mit der tz hat Löwen-Investor Hasan Ismaik ein Modell zur Transfer-Finanzierung formuliert. Jetzt zeigt sich Präsident Dieter Schneider interessiert.

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Ob die Löwen schon in der Winterpause investieren, ist ungewiss. Spätestens im Sommer muss die Mannschaft allerdings verstärkt werden, sollen die Pläne in Sachen Aufstieg nicht nur ein hohles Versprechen bleiben. „Unser Vorschlag ist ein zinsloses Darlehen ohne vorgeschriebene Laufzeit, das nur aus Gewinnen der KGaA und aus 50 Prozent der Transfererlöse zurückbezahlt wird. Ich denke, das ist ein faires Angebot“, sagte Investor Hasan Ismaik am Wochenende im tz-Interview. Und Präsident Dieter Schneider nimmt die Vorlage mit Wohlwollen zur Kenntnis: „Wenn das ernst gemeint ist, dann kann man darüber reden“, sagte Schneider zur tz.

In den umfangreichen Positionspapieren der Investorenseite sei bislang indes noch nicht von diesem Modell die Rede gewesen. Warum Schneider Ismaiks Idee für zwar anspruchsvoll in der Umsetzung, aber doch praktikabel hält? Nun, vereinfacht gesagt geht es darum, dass ein solches sogenanntes „partiarisches Darlehen“ aufgrund seiner Nachrangigkeit eigenkapitalersetzenden Charakter hätte.

Vorteil: Die Gefahr einer bilanziellen Überschuldung, Schneiders größte Befürchtung, wäre bei diesem Beteiligungsdarlehen nicht gegeben. In den nächsten Tagen wollen sich die Gesellschafter zusammensetzen, um über eine Lösung der Ehekrise zu reden. Geschäftsführer Robert Schäfer versucht sich derweil als Vermittler. Das Problem: Seine bisherigen Vorschläge sollen bislang lediglich von rhetorischem Wert sein.

lk

Quelle: tz

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