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Bierofka-Elf hofft gegen Zwickau auf den ersten Saison-Sieg

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Von: Uli Kellner

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Aaron Berzel wird von Trainer Daniel Bierofka für den gesperrten Felix Weber in die Startelf befördert.
Aaron Berzel wird von Trainer Daniel ­Bierofka für den gesperrten Felix ­Weber in die Startelf befördert. © imago/MIS / Renate Feil

Der TSV 1860 München bestreitet am Mittwoch gegen den FSV Zwickau sein drittes Saisonspiel in der Dritten Liga. Trainer Bierofka gibt sich im Vorfeld des Spiels bescheiden.

München – Englische Woche bedeutet: Eine Mannschaft muss mit ihren Kräften haushalten. Und ein bisschen gilt das vielleicht auch für den Trainer. Daniel Bierofka jedenfalls kam drei Tage nach Braunschweig (1:2) mit einem Mindestmaß an Worten aus. Gerade mal fünf Minuten und zehn Sekunden dauerte die Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Zwickau. Das reichte für den 1860-Coach, um die wesentliche Botschaft loszuwerden. Sie lautet: „Ruhig bleiben, ganz normal weitermachen.“ Angst vor einem Fehlstart habe bestenfalls das Umfeld. „Klar“, sagte er: „Ergebnisse sind wichtig, aber ich kann der Mannschaft nicht den Kopf abreißen, denn sie hat es wirklich sehr, sehr gut gemacht in Braunschweig.“

TSV 1860 gegen Zwickau: Daniel Bierofka stapelt tief

Anders als beim 1:1 gegen Münster kamen die Seinen in Braunschweig gut ins Spiel. Sie führten sogar, haben aber erst kein Glück gehabt, als die Eintracht mit der ersten Chance den Ausgleich köpfte. Nach der Pause kam dann auch noch Pech dazu, als Kapitän Felix Weber vom Platz flog und das 1:2 nicht lange auf sich warten ließ. Bierofkas Wünsche, das heutige Spiel betreffend, hören sich daher bescheidener an, als man das erwarten würde. Erstens, sagte er: „Es wäre schon mal nicht schlecht, wenn wir das Spiel mit elf Mann beenden würden.“ Zweitens, fügte er hinzu: „Wir müssen versuchen, vorne dran zu bleiben, denn sonst wird es schwierig, Tore zu erzielen.“ Und nicht nur das. Es dürfte dann auch schwierig werden, die Mannschaft frei von öffentlichem Druck weiterzuentwickeln.

Bierofka weiß, dass ihm personell in dieser Konsolidierungssaison die Hände gebunden sind. Der Ersatz für den gesperrten Weber stelle sich selber auf: „Aaron Berzel – sonst haben wir ja aktuell keinen.“ Im Mittelfeld leistet sich der Coach den Luxus, Timo Gebhart minutenweise heranzuführen. 10 Minuten durfte der Rückkehrer gegen Münster ran, 20 gegen Braunschweig. Ähnlich werde es auch weitergehen, kündigte Bierofka an. „Ich will den Jungen nicht verheizen“, sagte er: „Timo braucht noch Zeit. Ich will ihn bei 100 Prozent haben und nicht bei 60. Das bringt ihm nichts und uns nichts.“ Ein fitter Gebhart dagegen könne auch heute noch jede Mannschaft beflügeln, lobte Bierofka, „vielleicht sogar in der 1. Liga“.

Bleibt noch besagte Problemposition ganz vorne. Sascha Mölders haut sich wie immer rein und hat ja auch am Samstag ein schönes Tor erzielt. Hinter dem Oldie herrscht jedoch gähnende Leere: Markus Ziereis erhält viel Lob, aber selten Einsätze. Bierofka überlegt sogar, heute den gerade erst genesenen Stefan Lex in den Kader zu berufen („Lexi ist eine Option“). Um eine sorgenfreie Saison zu haben, das weiß er selber, sollten die Löwen aber über mehr Alternativen auf dieser Position verfügen.

Kurzfristig könnte daher Prince Osei Owusu wieder ein Thema werden. Bierofka sprach überraschend positiv über den Stürmer, der in Bielefeld jüngsten Meldungen zufolge keine Zukunft mehr hat: „Er ist ein junger Spieler mit großem Potenzial, das er ähnlich wie Dennis (Dressel) erst zu 60, 70 Prozent ausschöpft. Mir würde es Spaß machen, ihm zu helfen, an die 100 Prozent zu kommen.“

Heute müssen die Löwen noch ohne Verstärkungen an ihre 100 Prozent kommen. „Zwickau wird eine schwere Aufgabe, bei der wir viel Geduld brauchen“, sagte Bierofka. Wer will, kann in dieser Aussage auch eine Empfehlung an das Publikum sehen.

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Die Löwen spielen heute in Giesing gegen den FSV Zwickau. Wir begleiten die Partie im Live-Ticker.

Schon vor Anpfiff beim Spiel zwischen dem TSV 1860 und Zwickau gab es Ärger mit der Staatsanwaltschaft München - wegen eines Plakats.

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