Zebras empfangen die Löwen

„Offensiv-Konzept zündet jetzt richtig“: Ex-Löwe warnt vor Duell zwischen MSV und 1860

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Nicht zu bremsen: Moritz Stoppelkamp spielt in der Form seines Lebens. 

Moritz Stoppelkamp hat in dieser Saison bereits acht Tore für den MSV Duisburg geschossen. Muss sich der TSV 1860 warm anziehen? Der Angreifer spricht über das Duell gegen seinen Ex-Klub.

München – Zwei Jahre spielte Moritz Stoppelkamp für den TSV 1860, stieg danach mit dem SC Paderborn in die Bundesliga auf – jetzt trifft Moritz Stoppelkamp als Kapitän seines Heimatklubs MSV Duisburg wieder auf die Löwen. Wir haben uns mit dem 32-Jährigen vor dem Duell mit seinem Ex-Klub unterhalten.

Moritz Stoppelkamp, wie geht’s Ihrem Knöchel?

Moritz Stoppelkamp: Gut, danke der Nachfrage. Es war zum Glück nur eine Prellung – kein Problem für Samstag, ich bin fit.

Der späte 1:1-Ausgleich in der 93. Minute in Madgeburg dürfte Sie mehr geschmerzt haben.

Stoppelkamp: Das können Sie laut sagen. Die zwei verschenkten Punkte tun immer noch weh. Im Grunde waren alle Punktverluste in dieser Saison vermeidbar, auch wenn wir eine junge Truppe haben.

Für Sie persönlich lief’s vom Start weg wie geschmiert. Acht Tore, reihenweise Bestnoten. Was macht sie so stark?

Stoppelkamp: Wir spielen mutiger als letzte Saison, das Offensiv-Konzept unseres Trainers (Torsten Lieberknecht) zündet jetzt richtig. Und das schnelle Spiel in die Tiefe kommt mir natürlich entgegen.

Sie haben in den vergangenen fünf Jahren vier Abstiege miterleben müssen – zwei mit Paderborn, je einen mit Karlsruhe und Duisburg. Wie groß war die Gefahr zu resignieren?

Stoppelkamp: Über die Abstiege will ich nicht mehr reden, ich hab das für mich abgehakt und schau nach vorn.

Mir ging’s um ein Zitat. „Ich fühle mich mitschuldig, dass wir in der Dritten Liga sind. Ich will und werde die Ärmel aufkrempeln und anpacken.“

Stoppelkamp: Ja, jetzt geht’s um Taten, nicht ums Quatschen – nur so kannst du die Fans zurück ins Boot holen. Deshalb hab ich auch meinen Vertrag verlängert. Bis 2021 plus Option auf ein weiteres Jahr.

Sie werden im Dezember 33 – klingt nach einem Karriereende in Duisburg.

Stoppelkamp: Wenn’s nach mir geht, verlänger’ ich noch mal. Der MSV gehört mindestens in die Zweite Liga – wie der TSV 1860 (hier gibt‘s das Duell im Live-Ticker).

TSV 1860: Das sagt Stoppelkamp über seine Zeit bei den Löwen

Wo Sie von 2013 bis 2015 in der Zweiten Liga gespielt haben. Was ist hängen geblieben?

Stoppelkamp: Es hat Spaß gemacht, bei 1860 zu spielen, das war was Besonderes. Privat hab ich mit Necat Aygün einen echten Freund gefunden, sportlich war’s ein Auf und Ab. Ich glaub, ich hab dort sieben Trainer gehabt. Von daher ist es jetzt ziemlich ruhig, soweit ich das beurteilen kann.

Na ja, die Bandagen zwischen Verein und Investor sind eher noch härter geworden...

Stoppelkamp: Das hat uns damals schon begleitet. Aber zumindest wird nicht mehr ständig der Trainer gewechselt. Mit Bierofka haben sie genau den Richtigen.

Sie haben noch mit ihm zusammengespielt.

Stoppelkamp: Ja, und ich hab schon damals gewusst, dass er mal Trainer wird. Biero ist ein Top-Typ, völlig fußballverrückt und bis unter die Haut mit 1860 verbunden. Ich freue mich, ihn wiederzusehen!

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Interview: Ludwig Krammer

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