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Ist das Köllners Plan? Mit Lakenmacher in Dresden - damit Bär eine Woche Zeit gewinnt

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Von: Uli Kellner

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1860-Sturmtalent Fynn Lakenmacher, 22, vor Englands drittem Nationaltorhüter Nick Pope.
Keine Angst vor großen Tieren: Sturmtalent Fynn Lakenmacher, 22, vor Englands drittem Nationaltorhüter Nick Pope. © Andreas Schaad / Sampics

Nicht Torschützenkönig Marcel Bär, sondern Havelse-Neuzugang Fynn Lakenmacher lief beim Newcastle-Test der Löwen im Sturm auf. Ein Wink mit Blick auf den Start?

Verdrängt Sturmtalent Fynn Lakenmacher, 22, Torschützenkönig Marcel Bär auf die Bank? Zumindest mit Blick auf das Saisonauftaktspiel in Dresden (Samstag, 14 Uhr) sieht es so aus. Am Freitag, bei der Generalprobe des TSV 1860 gegen Newcastle United (0:3), stand der Neuzugang aus Havelse in der Startelf, setzte seinen robusten Körper (1,88 m) selbstbewusst gegen die Premier-League-Stars ein – und erhielt hinterher ein dickes Lob von Michael Köllner. „Gegen die Qualität von Newcastle hat er sich richtig gut durchgesetzt, bei hohem Gegnerdruck Bälle festgemacht“, so der Trainer: „Torgefährlicher muss er langsam werden, aber wie er für die Mannschaft arbeitet – so ein Spieler hat uns noch gefehlt.“ Über Bär, der erst nach der Pause kam (für 37 Minuten), sagte Köllner: „Es war ausgemacht, dass er keine Dreiviertelstunde spielt.“ Tendenz: Lakenmacher stürmt in Dresden, damit Bär nach seinem Corona-Sommer Zeit hat, bis zum DFB-Pokal-Hit gegen Dortmund (29. Juli) in Form zu kommen.

 Er kann sich auch gegen so eine Ochsentruppe wehren.

1860-Trainer Michael Köllner über Offensiv-Routinier Martin Kobylanski

Aber nicht nur Modellathlet Lakenmacher, auch zwei andere Neuzugänge zeigten gegen Newcastle, dass sie keine Angst vor großen Aufgaben haben. Abwehrchef Jesper Verlaat warf sich kompromisslos in Zweikämpfe - und über Zehner Martin Kobylanski, 28, der per Freistoß Englands dritten Nationaltorhüter Nick Pope zur Parade zwang (22. Minute), sagte Köllner: „Super Standards! Er kann sich auch gegen so eine Ochsentruppe wehren. Man merkt, dass er weiß, wie die Dinge im direkten Duell laufen - wo man mal was rausholen muss. Ich glaube, für ihn war es wichtig, dass er solche Spiele nutzt, um noch mehr Fitness zu kriegen. Wir werden sein Pensum jetzt Woche für Woche steigern.“

Auffällig zudem: In Joseph Boyamba, 25, und Albion Vrenezi, 28, hängen zwei andere Neulöwen etwas durch - für Köllner eine normale Entwicklung, der hohen Intensität der Vorbereitung geschuldet. „Für sie ist es vom Kopf her nicht so einfach“, zeigt der Trainer Verständnis für das Müdigkeitsloch: „Boyamba macht eine leichte Muskelverhärtung zu schaffen. Bei Albion merkt man, dass er eine lange Pause hatte. Wir spielen völlig anders (als Türkgücü/Red.). Offensiv ist er eine Bombe, defensiv muss er sich noch an gewisse Abläufe gewöhnen. Das trifft aber ein paar andere Spieler auch. Man muss ihnen Zeit geben. Letztes Jahr haben wir eine super Rückrunde gespielt. Jetzt herzugehen und zu sagen: Es spielen nur noch die Neuen und die Alten zählen nicht mehr, das wäre fatal.“

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