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TSV 1860: Köllner freut sich auf Wucht-Gegner Magdeburg - Gorenzel nimmt Routiniers in die Pflicht

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Von: Ludwig Krammer

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Vor der Herkulesaufgabe Magdeburg: 1860-Trainer Michael Köllner mit Kapitän Sascha Mölders.
Vor der Herkulesaufgabe Magdeburg: 1860-Trainer Michael Köllner mit Kapitän Sascha Mölders. © Imago

Mölders, Salger und Neudecker sollen vorangehen, fordert Löwen-Sportchef Gorenzel. Köllner freut sich gegen Magdeburg auf ein forderndes Spiel.

München – Fünf Siege aus den letzten sechs Ligaspielen, der beste Angriff mit 30 Treffern, die zweitbeste Defensive (14 Gegentore) – konträrer könnten die Verhältnisse kaum sein vor dem Magdeburger Gastspiel (Samstag, 14 Uhr) bei taumelnden Löwen auf Giesings Geister-Höhen.

Und was sagt Michael Köllner? „Der Gegner ist eigentlich ideal für uns! Die spielen ihr Pressing daheim wie auswärts. Es geht von Beginn an mit Vollgas-Fußball los. Da brauchst du dich nicht mehr mit Dienstag beschäftigen. Das ist die maximale Herausforderung in der Liga – und darauf freuen wir uns!“

Psychologisch verständlich, dieser Köllner’sche Anti-Grübel-Kniff. Aber angesichts des 45-minütigen Offenbarungseids beim jüngsten 1:3 gegen Waldhof Mannheim mehr als nur das berühmte Pfeifen im Walde? Auch an den 1:0-Pokalsieg gegen den FC Schalke werde er seine Mannschaft vor dem Anpfiff noch mal erinnern, kündigte Köllner an. Ein Mental-Booster in trüben Zeiten.

30 Punkte bis zur Winterpause hat Präsident Robert Reisinger als Ziel ausgegeben. Dann sei seiner Einschätzung nach „noch alles drin“ für Sechzig. Köllner wollte am Freitag nicht widersprechen, nicht nur aus Höflichkeit. „Wir müssen in jedem Spiel an die Grenze gehen“, fordert er, „die Qualität des Kaders auf den Platz bringen“. Dann sei es „durchaus realistisch“, aus den verbleibenden drei Spielen gegen Magdeburg, bei Borussia Dortmund II (11. Dezember) und in Würzburg (20. Dezember) noch sieben Punkte zu holen.

Für den Appell war dieses Mal Günther Gorenzel zuständig. Der Sportgeschäftsführer, dessen Vertrag sich bei Nicht-Kündigung vor Jahresende um weitere zwölf Monate verlängern wird, nahm speziell die Führungskräfte in die Pflicht. „Momentan lassen wir uns von Fehlern zu sehr und zu lange verunsichern. Gerade die routinierten Spieler in der Achse müssen vorangehen: Stephan Salger als Abwehrchef, Sascha Mölders als emotionaler Leader und Richard Neudecker, der in der Zentrale einer der besten Techniker der Liga ist. Wenn die Achse funktioniert, können sich die anderen an ihr aufrichten. Das erwarte ich mir von der Mannschaft.“

Bleibt die Frage nach dem Elfmeterschützen im Fall der Fälle. Köllner wollte nicht konkret werden, durch die Gelbsperre von Phillipp Steinhart sei allerdings mit Mölders zu rechnen. Interessant waren die Sätze des Trainers zum Mannheim-Spiel: „Ich hätte gedacht, Mölders oder Steinhart übernehmen die Verantwortung, aber Mölders hat Keanu Staude den Ball zugeworfen.“ Mit bekannten Folgen.

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