Löwen haben kein Geld für neuen Vertrag

Berzel-Abschied von 1860 fix! Fan-Liebling wechselt jetzt zu anderem Klub in München - folgen andere Stars?

Hat keine Zukunft bei den Löwen: Aaron Berzel muss nach drei Jahren seine Koffer in Giesing packen.
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Hat keine Zukunft bei den Löwen: Aaron Berzel muss nach drei Jahren seine Koffer in Giesing packen.

Nach drei Jahren muss Aaron Berzel die Löwen verlassen. Dabei wäre der Fan-Liebling gern geblieben. Zumindest muss er nun nicht zwingend umziehen.

  • Aaron Berzel und die Löwen gehen künftig getrennte Wege.
  • Das bedauert der Innenverteidiger sehr.
  • Er hat aber schon einen neuen Verein in München gefunden.

Update von 16.20 Uhr: 1860-Sportchef Günther Gorenzel bezeichnet den Abgang von Aaron Berzel als „schmerzhaft“, aus finanziellen Gründen seien ihm als Geschäftsführer jedoch die Hände gebunden. Und was ist mit Sascha Mölders und Tim Rieder, die ebenfalls bei Türkgücü auf der Liste stehen?

„Ich kann nur im Rahmen unserer kaufmännischen Möglichkeiten versuchen, mit den Spielern auf Lösungen zu kommen. Wenn andere Vereine andere wirtschaftliche Möglichkeiten haben und sich die Spieler für diese Vereine entscheiden würden, dann muss ich das zur Kenntnis nehmen“, betont der Österreicher.

Berzel verlässt die Löwen: Fan-Liebling zieht es zu Türkgücü München

Erstmeldung vom 13. Juli:

München - Es sind bewegte Tage im Leben von Aaron Berzel, bewegte und bewegende. Wie die meisten 1860-Profis nutzte der Verteidiger die ersten Tage nach dem Saisonfinale für einen Kurztrip. An diesem Montag geht es dann in den richtigen Urlaub nach Kreta. Doch zu Berzels Leidwesen muss er vorher noch seinen Abschied von den Löwen verkünden. Nach tz-Informationen wechselt der populäre 1860-Profi zu Drittliga-Aufsteiger Türkgücü!

Seit einem finalen Gespräch am Freitag steht fest: 1860 hat kein Geld, um dem Liebling der Westkurve ein neues Angebot zu machen. „Es tut unglaublich weh“, gibt der 28-Jährige zu: „Sechzig ist für mich definitiv mehr gewesen als ein Job. Ich kann es immer noch nicht fassen und will es auch gar nicht wahrhaben.“ War 1860 für den leidenschaftlichen Profi eine Herzensangelegenheit, so folgt er nun eher seinem Bauch.

Berzel verlässt die Löwen: Ende kam quasi per Sprachnachricht

Was den Kultverteidiger besonders schmerzt, sind die Umstände seines Abschieds: Über seinen Berater hatte er den Löwen mitteilen lassen, dass die Zeit bei ihm dränge. Ende letzter Woche habe er noch mal nachgehakt, ob sich an der finanziellen Situation des Vereins etwas geändert habe. Die Antwort erhielt er per Sprachnachricht. Man nehme seine Entscheidung, sich anderweitig zu orientieren, „zur Kenntnis“, habe es geheißen. Dass kein Geld da ist, akzeptiert er. Dass man nicht um ihn gekämpft habe, frustriert ihn.

Sein Gefühl sagt, dass es seitens der Löwen weder vor noch nach der Corona-Pause ernsthafte Bemühungen gegeben habe, ihn an der Grünwalder Straße zu halten. Am Ende, so Berzel, habe „der kleine Strohhalm gefehlt, der wohl wieder gereicht hätte, um mich zum Warten zu animieren“. Wie vor einem Jahr, als er so lange ausgeharrt hatte, bis Daniel Bierofka genug Geld erbettelt hatte, um den Allrounder doch noch zu halten.

1860-Sportchef Günther Gorenzel wollte auf Anfrage unserer Zeitung nicht im Detail auf Berzels Vorwürfe eingehen. Die Darstellung des Spielers entspreche „keinesfalls der Faktenlage!!!“, schrieb der Österreicher per WhatsApp. Fakt ist: Das Gesicht der Mannschaft wird sich grundlegend verändern, denn weiterhin ist ja auch unsicher, ob die Löwen Sascha Mölders zum Bleiben bewegen können (oder wollen).

Berzel verlässt die Löwen: Auch Ehefrau Carina ist Fan geworden

Berzel hat, wie er sagt, „eine vernünftige Entscheidung“ für seine Familie getroffen, eine ortsnahe für mehrere Jahre. Im Urlaub auf Kreta will er sich nun sammeln. Nicht nur er, sondern auch seine schwangere Ehefrau Carina, die wie er selbst „ein richtiger Löwen-Fan“ geworden sei. Aufstieg mit 1860, Klassenerhalt, ein Sommer im Wartestand, gefolgt von der sportlich besten Saison seiner Karriere - und nun das Aus, das Berzel spürbar unter die Haut geht.

„1860 wird immer tief in meinem Herzen verankert bleiben, weil ich diese wunderbaren drei Jahre nie vergessen werde“, sagt er voller Wehmut: „Ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich für solch einen Verein spielen durfte - und für Fans, die immer hinter mir gestanden sind. Ich hätte mich gerne anders verabschiedet als mit einem Geisterspiel.“ (ulk)

Unser Kommentar zur Sechzig-Saison: Auch ohne Aufstieg gibt es viele Gewinner

In der neuen Saison wird der neue Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer der Herr über die Finanzen sein. Er hat bereits Top-News verkünden dürfen.

Quelle: tz

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