Politiker macht aber auch Hoffnung

OB Reiter bremst Löwen-Euphorie: 30.000 Plätze im Grünwalder nicht möglich

Heimat der Löwenfans: Die Westkurve im städtischen Stadion an der Grünwalder Straße.
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Heimat der Löwenfans: Die Westkurve im städtischen Stadion an der Grünwalder Straße.
  • Andreas Werner
    VonAndreas Werner
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Die Löwen und ihre Fans träumen ganz offen vom Ausbau des Grünwalder Stadions. Nur dann wäre eine Zukunft auf Giesings Höhen gesichert. Doch Oberbürgermeister Dieter Reiter schiebt den Plänen einen Riegel vor.

München - Es ist der große Traum vieler Fans des TSV 1860: Ein Umbau des Grünwalder Stadions, so dass man im Zweifel auch in der Zweiten Liga oder höher alle Auflagen von DFL sowie DFB erfüllt und zugleich gute Erträge erwirtschaftet. Allerdings haben Träume immer einen Makel: Sie sind selten mit der Realität vereinbar. „Wir haben die Kapazität auf 15.000 Plätze erhöht, aber die Fans hoffen, dass auch 30.000 bis 40.000 Plätze drin sind. Dazu muss ich klar sagen: Das wird auf Giesings Höhen nicht mehr funktionieren, weil es heute planerisch und rechtlich schlichtweg unmöglich ist - so sehr ich das auch selbst bedaure“, stellte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) gegenüber unserer Zeitung klar.

„Natürlich würde ich den Sechzgern und den Fans gern ihren Wunsch erfüllen“, so Reiter weiter, „aber die Stadt muss sich an die Vorschriften und Gesetze halten und nicht zuletzt auch an die Anwohner denken, die keine Fußballfans sind. Die gibt es auch.“

Bedauert das Nein an die Löwen: OB Dieter Reiter sieht keine Chance auf eine Erweiterung des Grünwalder Stadions auf 30.000 Plätze.

Reiter stellt „ein paar Tausend Zuschauer mehr“ in Aussicht

Er sage dem TSV 1860 stets: „Meine Tür ist immer offen, und ich werde den Verein immer gerne unterstützen - vielleicht gehen auch noch ein paar Tausend Zuschauer mehr. Das wird ja aktuell geprüft. Aber sicher nicht in einer Dimension von 30.000 oder mehr.“ Das bedeute für den Verein, „dass er sich für die Zweite Liga, die ja das nächste Ziel ist, etwas einfallen lassen muss. Für ein neues Stadion müsste der Verein zu allererst eine geeignete Fläche finden. Und ich habe immer gesagt, dass wir den Verein unterstützen, wenn es um planerische Fragen geht“, sagte der 60-Jährige.

Von der Idee eines eigenen Stadions habe er im Übrigen „länger nichts mehr gehört, dagegen viel zum Thema Ausbau des Grünwalder Stadions“. Er selbst werde auch oft gefragt: Was macht’s jetzt mit dem 60er Stadion? „Das ist ein Thema, das viele Menschen in unserer Stadt bewegt“, ist er sich voll bewusst. „Das Stadion heißt zwar offiziell ,Stadion an der Grünwalder Straße’ - aber für die Münchner ist es das 60er Stadion und wird es immer bleiben. Ich sehe natürlich das aktuelle Dilemma des Clubs und der Fans: Die Begeisterung ist hoch, man könnte sicher oft mehr als 15.000 Tickets verkaufen.“ Aber der Stadt sind trotzdem die Hände gebunden. Man kann nicht jeden Traum wahr werden lassen.

Am Freitag traf der TSV 1860 München im Grünwalder Stadion auf Energie Cottbus. Trotz des Sieges gibt es aber einen Wermutstropfen - die Verletzung von Torhüter Hendrik Bonmann.

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Andreas Werner

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