Dieter Schneider : "Es ist zum Weinen"

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Löwen-Vize Dieter Schneider.

München - Löwen-Vize Dieter Schneider schien nach dem enttäuschenden Spielausgang gegen Duisburg dringend jemand zum Reden zu brauchen.

 Und so tauchte der 63-Jährige plötzlich in jenem Teil der Arena auf, in dem nach dem Abpfiff die Reporter auf die Interviews mit den Spielern warten. Schneider erschien dort zum ersten Mal. Vielleicht, weil er sich sicher war, dass man ihm dort aufmerksam zuhören würde, wenn er sich seinen Kummer von der Seele redet. „Es ist richtig zum weinen“, sagte Schneider und beschrieb damit die triste Stimmungslage bei den Blauen.

Dieses 1:1 gegen den MSV Duisburg tat so richtig weh. Zum einen, weil die Löwen ihren besten Auftritt in dieser Saison vor eigenem Publikum hingelegt hatten und selten zuvor ein Sieg verdienter gewesen wäre als diesmal. Zum anderen, weil die Möglichkeit, näher an den vorderen Plätzen anzudocken, wieder mal vergeben wurde.

Weil der an Duisburg ausgeliehene Ex-Löwe Manuel Schäffler (bei 1860 eher als Chancen-Tod bekannt) vier Minuten vor dem Abpfiff traf. „So ist das Leben“, seufzte Vize Schneider, und sogar Duisburgs Trainer Milan Sasic gab zu: „Es war ein glücklicher Punktgewinn für uns.“ Dieser Meinung konnte sich Reiner Maurer nur anschließen. „Wir wurden halt einfach nicht belohnt für unser sehr gutes Spiel“, sagte der Löwen-Coach, „auch weil wir noch unzählige Chancen vergeben haben.“

Eingestellt allerdings war die Mannschaft – und davon war man in der Geschäftsführung ja zuletzt nicht immer so überzeugt – von Maurer bestens. „Wir hatten einen absoluten Plan“, versicherte Stefan Buck, „die Kritik zuletzt am Trainer konnte ich sowieso nicht verstehen.“

Am Montag um 24 Uhr endet die Wechselfrist. Beim TSV 1860 hofft man, noch einige Leute an den Mann zu bringen. Sportdirektor Miki Stevic: „Bei Emanuel Biancucchi sind wir sehr weit. Er wird wahrscheinlich für ein halbes Jahr an den AC Cesena ausgeliehen. Mathieu Beda absolviert am Montag die ärztliche Untersuchung beim FC Zürich, und bei Tarik Camdal, an dem Besiktas Istanbul interessiert ist und Mate Ghvinianidze, der Angebote aus Russland und der Ukraine hat, haben wir noch etwas Zeit. Dort ist die Transferliste länger auf.“

Claudius Mayer

Quelle: tz

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