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TSV 1860 richtet Blick nach Lautern-Sieg sofort auf Freitag: „Wir brauchen unsere Fans wieder“

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Von: Nico-Marius Schmitz

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Der Joker sricht: Kevin Goden erzielt den Siegtreffer.
Der Joker sricht: Kevin Goden erzielt den Siegtreffer. © Imago

Der TSV 1860 München schlägt im Nachholspiel Kaiserslautern. Geht für die Löwen doch noch was in Richtung Aufstieg? Am Freitag wartet bereits Verl.

München – Es war wieder mal ein Abend, an dem Michael Köllner sein goldenes Näschen bewies. In der 75. Minute wechselte der Löwen-Trainer Kevin Goden ein, zehn Minuten später traf der 23- Jährige zum viel umjubelten 2:1-Siegtreffer gegen Kaiserslautern. „Die Mannschaft hat sich heute für ihren Einsatz belohnt. Für die Art und Weise, wie sie aufgetreten ist“, sagte Köllner.

Dabei hatte der Abend für die Münchner denkbar schlecht begonnen. Nach 90 Sekunden spielte Stephan Salger im eigenen Strafraum einen halbherzigen Pass in Richtung Löwen-Torwart Marco Hiller. „Nicht mit mir“, dachte sich Mike Wunderlich, fing den Ball ab, umkurvte Hiller und erzielte die frühe Führung für Kaiserslautern (2.). Die Löwen verarbeiteten den Dämpfer schnell. Dennis Dressel (14.) und Yannick Deichmann (17.) probierten es nach schönen Kombinationen mit Schüssen aus der Distanz. Zwischen den beiden Szenen sorgte Lautern nach einem Konter für Torgefahr, der wachsame Hiller stoppte Muhammed Kiprit aber mit einer starken Parade.

TSV 1860: Neudecker sitzt Gelbsperre ab und sammelt für Ukraine-Hilfsinitiativen

Das Spiel nahm schnell Fahrt auf: Lauterns Abwehrspieler Alexander Winkler brachte den Löwen Marcel Bär im Strafraum zu Fall (19.), der Pfiff des Schiedsrichters Martin Petersen blieb aber aus. „Da hätte sich Lautern nicht beschweren dürfen“, sagte Daniel Bierofka, der die Partie als Experte für MagentaSport begleitete. 1860 machte weiter Druck, übernahm immer mehr die Spielkontrolle. Und belohnte sich für den engagierten Auftritt mit dem Ausgleich: Ein Schuss von Biankadi sprang an die Hacke von Bär und von dort ins Tor zum 1:1 (26.).

Köllner brachte im Vergleich zum 3:1-Erfolg in Zwickau Merveille Biankadi, Erik Tallig und Semi Belkahia für Richy Neudecker (Gelbsperre, wir berichteten), Fabian Greilinger und Niklas Lang (Brustbeinverletzung). Der sportliche Einsatz blieb Neudecker verwehrt, dafür beteiligte sich der 25-Jährige an der Sachspendenaktion – das Wohnmobil von „die Bayerische“ sammelt an verschiedenen Stellen für Ukraine-Hilfsinitiativen. Vor dem Anpfiff hatte beide Mannschaften mit einem Banner „Gemeinsam für den Frieden“ ein Zeichen gegen den Krieg gesetzt, anschließend gab es eine Gedenkminute.

TSV 1860: Schwung mit in die Partie am Freitag gegen Verl nehmen

Zur Ruhe kamen die Traditionsvereine im Flutlichtspiel anschließend nicht mehr. Auf dem Rasen drängten die Löwen Lautern in der zweiten Halbzeit immer mehr in die Rückwärtsbewegung. Nur die zwingenden Torchancen fehlten noch. An der Unterstützung von den Rängen lag es jedenfalls nichts. Die 7500 Zuschauer, darunter auch Ski-Löwe Linus Straßer und Löwen-Legende Benny Lauth, sorgten für eine mitreißende Stimmung auf Giesings Höhen. Köllner setzte in der Schlussviertelstunde mit den Einwechslungen von Greilinger und Kevin Goden frische offensive Impulse.

Michael Köllner feiert den Siegtreffer.
Michael Köllner feiert den Siegtreffer. © Imago

Zunächst sah es so aus, als würden sich die Löwen weiter die Zähne ausbeißen an der besten Abwehr der 3. Liga. Doch nach einem Freistoß von Tallig stand Goden am langen Pfosten mutterseelenallein – das verdiente 2:1 (85.). „Das war eine überragende Teamleistung. Wir haben alles gegeben“, sagte Goden. Eine neue Attacke auf das Aufstiegsrennen war der Sieg noch nicht. Aber ein erster, wichtiger Schritt. Am Freitag empfängt 1860 Verl, „da haben wir ein brutal schweres Spiel. Wir brauchen unsere Fans wieder“, sagte Köllner. (Nico-Marius Schmitz)

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