Duell am Sonntag

Pereira vor Aue-Spiel: Stuttgart? „Ist für mich abgehakt“

Am Sonntag tritt der TSV 1860 München bei Erzgebirge Aue an.
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Am Sonntag tritt der TSV 1860 München bei Erzgebirge Aue an.

München - Am Sonntag tritt der TSV 1860 München beim FC Erzgebirge Aue an. Der ostdeutsche Gegner ist keinesfalls leichter als der VfB Stuttgart.

Das Last-Minute-Gegentor zum 1:1 gegen Stuttgart? „Für mich ist das abgehakt“, sagt Vitor Pereira. „Der Frust ist vorbei, man kann nix mehr machen, wir spielen nicht mehr gegen Stuttgart in dieser Saison. Mit dem FC Porto habe ich in der 92. Minute mal die Meisterschaft gewonnen, ich kenne auch die andere Seite…“

Alles in Balance also beim Löwen-Trainer vor der Reise ins Erzgebirge, wo am Sonntag das Duell gegen das Zweitliga-Team der Stunde ansteht? „Aue ist eine sehr starke Mannschaft. Sie spielen dasselbe System wie wir und haben sehr gut gearbeitet in den letzten Wochen.Das wird nicht einfacher als gegen den VfB Stuttgart.“

TSV 1860 München: Trainer Pereira weiß, was in Aue auf ihn zukommt

Unter dem neuen Trainer Domenico Tedesco (31), der Anfang März von der U 19 der TSG Hoffenheim kam, gab’s in vier Spielen drei Siege und ein Remis für die Sachsen, zuletzt das überraschende 1:0 bei Union Berlin. Pereira ist gewappnet: „Ich habe Aue in den letzten Tagen sehr gut und tief analysiert. Diese Mannschaft hat mit der der Vorrunde nichts mehr zu tun. Sie ist sehr stabil, die Spieler bewegen sich gut. Die wissen, was sie wollen und haben viel Selbstvertrauen.“

Das war in der Hinrunden-Partie nicht viel anders. Der 6:2-Sieg des TSV 1860 München spiegelte die Kräfteverhältnisse in der Arena nicht ansatzweise wider. Auch in Unterzahl nach dem ungerechtfertigten Platzverweis für Sebastian Hertner zeigte Aue die klarere Spielanlage. Erst das 5:2 durch Levent Aycicek brachte 20 Minuten vor Schluss die Entscheidung.

Ein Tag der offenen Tore ist im Erzgebirgsstadion nicht zu erwarten. Beide Mannschaften haben sich unter ihren neuen Trainern defensiv stabilisiert, bei beiden stockt das Offensivspiel. Wie schwer die Gelbsperre von Amilton wiege, wurde Pereira am Freitag gefragt. Die Antwort war ein kaum kaschiertes Eigenlob: „Er ist zweifelsohne ein sehr guter Spieler. Aber der Spieler, der ihn ersetzen wird, wird eine sehr gute Leistung bringen. Ich bin begeistert, wie die Spieler, die nicht auf dem Platz stehen oder nicht im Kader sind, immer vorbereitet sind.“

Sieben Partien sind noch zu spielen, fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf Platz 16. Auch Pereira richtete seinen Blick am Freitag nach unten: „Das wird bis zum Schluss ein harter Kampf. Die Mannschaften da unten punkten jetzt alle.“ Und der Portugiese sollte Recht behalten. St. Pauli gewann Freitagabend 2:0 in Nürnberg, Arminia Bielefeld siegte beim SV Sandhausen mit 3:1.

lk

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