„Stillstehen gegen den Stillstand“

Protestaktion: Darum rollt bei 1860 gegen Zwickau nach dem Anpfiff eine Minute lang nicht der Ball

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Nach dem Anstoß werden alle 20 Vereine der 3. Liga eine Minute lang nicht spielen, auch der TSV 1860 nicht.

Gemeinsam gegen die Pläne des DFB: Mit einer Protestaktion wollen die Drittligisten ein Zeichen gegen die Aufstiegsregelung setzen. 

München - „Stillstehen gegen den Stillstand“: Unter diesem Motto möchten die Vereine der 3. Liga gegen die Pläne des DFB rund um die Aufstiegsregelung vorgehen. So werden alle Mannschaften am 17. Spieltag, also an diesem Wochenende, nach Anpfiff der zehn Partien „für eine Minute die Füße stillhalten“. Das teilten die Klubs geschlossen am Freitagmittag um 12 Uhr mit. Das betrifft auch die Partie des TSV 1860 München gegen den FSV Zwickau am Samstag (14.00 Uhr, wir berichten im Live-Ticker).

„Ohne uns rollt kein Ball und ohne uns kann die Zukunft der 3. Liga nicht gestaltet werden. Wir sagen hiermit: Stopp! So geht es nicht weiter“, betonten die Drittligavereine. Die Forderung der Klubs: Eine schnellstmögliche Rückkehr zu drei Absteigern und eine alternativlose Erhaltung der Eingleisigkeit der 3. Liga. Die Reformpläne des DFB? Als gescheitert erklärt. 

„Unmissverständlich machen die Vereine der 3. Liga klar, dass die Glaubwürdigkeit des DFB in Bezug auf die Neuregelung des Aufstiegs in die 3. Liga endgültig verloren gegangen ist“, hatten die 20 Vereine bereits am Mittwoch geschlossen erklärt.

Reduzierung auf vier Regionalligen unterhalb der 3. Liga? 

Mitte November war eine Arbeitsgruppe aufgelöst worden, die das Ziel hatte, eine Reduzierung auf vier Regionalligen vorzunehmen, um allen Regionalliga-Meistern den Aufstieg zu ermöglichen. Wir erinnern uns: Auch der TSV 1860 musste als Meister der Regionalliga Bayern 2017/18 in eine Aufstiegsrelegation.

In der Folge sollten sich nun die Regionalverbände Nord und Nordost sowie der Landesverband Bayern auf eine Reduzierung auf zwei Ligen einigen. Eine solche Reduzierung ist für NOFV-Präsident Rainer Milkoreit undenkbar. Vielmehr müsse es das Ziel sein, die Regionalliga Nordost zu erhalten. 

Die offizielle Mitteilung der Drittligisten im Wortlaut

Mit einer gemeinsamen Protest- und Solidaritätsaktion am 17. Spieltag der 3. Liga setzen die Drittligisten geschlossen ein Zeichen gegen die Pläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur Aufstiegsregelung in die 3. Liga. Unter dem Motto „Stillstehen gegen den Stillstand“ werden alle Mannschaften nach dem Anpfiff der zehn Partien an diesem Wochenende für eine Minute die Füße stillhalten. „Ohne uns rollt kein Ball und ohne uns kann die Zukunft der 3. Liga nicht gestaltet werden. Wir sagen hiermit: Stopp! So geht es nicht weiter“, erklärten die Vereine geschlossen. Die Drittligisten fordern nach den gescheiterten Reformplänen des DFB eine schnellstmögliche Rückkehr zu drei Absteigern und eine alternativlose Erhaltung der Eingleisigkeit der 3. Liga.

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