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Gorenzel spricht über Hitzlsperger-Gerüchte und Türkgücü-Aus: „Eine Katastrophe“

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Günther Gorenzel sprach am Rande des Toto-Pokal-Spiels über die Gerüchte um Thomas Hitzlsperger und das Aus von Türkgücü München in der 3. Liga.
Günther Gorenzel sprach am Rande des Toto-Pokal-Spiels über die Gerüchte um Thomas Hitzlsperger und das Aus von Türkgücü München in der 3. Liga. © Imago Images / Kirchner-Media

Die Gerüchte über ein Engagement von Thomas Hitzlsperger lassen Günther Gorenzel kalt. Stattdessen macht sich der Löwen-Geschäftsführer nach dem Aus von Türkgücü Sorgen.

München/Aubstadt - Als sich Günther Gorenzel am Samstagmittag in der Halbzeit des Toto-Pokal-Halbfinales beim TSV Aubstadt den Fragen des BR stellte, war das Ausscheiden noch nicht absehbar. Der TSV 1860 scheiterte nach Elfmeterschießen an Regionalligist TSV Aubstadt, der im Viertelfinale bereits das inzwischen abgemeldeten Türkgücü München mit 3:1 aus dem Wettbewerb schoss.

„Ich sehe den DFB in der Pflicht, sich Gedanken zu machen, wie man das zukünftig besser im Lizenzierungsverfahren handeln kann.“

Günther Gorenzel.

Stattdessen war das Aus des Stadtrivalen Thema, das die Blauen zurück in die Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga spült. Und der 50-Jährige fand klare Worte. „Die Gesamtsituation ist eine Katastrophe. Eine Katastrophe für die Spieler von Türkgücü*, für meine Kollegen und meinen Landsmann Andi Heraf. Die sind von heute auf morgen mehr oder weniger ohne Verein. Und auch die Spieler, von heute auf morgen ohne Trainingsbetrieb. Wo sollen die hin? Ich kann nur jedem Spieler wünschen, dass er für nächstes Jahr wieder unter Vertrag kommt“, sagte Gorenzel.

Es gibt bereits Gerüchte, dass Tim Rieder oder Albion Vrenezi an der Grünwalder Straße anheuern. Darauf ging der Österreicher aber nicht ein. Vielmehr sorgt sich Gorenzel um das „große Ganze“ im deutschen Fußball. „Für die gesamte Liga ist es ein irrsinniger Imageschaden. Ich sehe für den Unterbau der deutschen Bundesliga* die Gesamtsituation sehr bedenklich. Wir haben jetzt in zwei Jahren die dritte Insolvenz. Kaiserslautern mit der Planinsolvenz, voriges Jahr die Situation mit Uerdingen, jetzt mit Türkgücü“, analysiert der gebürtige Grazer. „Ich sehe den DFB* in der Pflicht, sich Gedanken zu machen, wie man das zukünftig besser im Lizenzierungsverfahren handeln kann.“

TSV 1860: Günther Gorenzel lassen Gerüchte um Thomas Hitzlsperger kalt

Profiteur des Rückzugs bleiben die Löwen natürlich trotzdem. Und die Chance, die Saison doch noch auf einem der ersten drei Plätze zu beenden, ist sieben Spieltage vor Schluss mit drei Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz zum Greifen nahe. Beim Thema Aufstieg bleibt Gorenzel aber weiterhin defensiv. „Wir müssen uns auf unsere Hausaufgaben und unsere Leistung konzentrieren. Nur wenn du deine Leistung und dein Potenzial Spieltag für Spieltag auf den Platz bekommst, kannst Du überhaupt über Ziele nachdenken.“

Keine Gedanken macht sich Gorenzel indes über ein Engagement von Thomas Hitzlsperger. Es sei nicht seine Aufgabe zu beurteilen, in welcher Funktion der beim VfB Stuttgart* vor wenigen Tagen aus dem Vorstand ausgeschiedene Ex-Nationalspieler bei den Löwen anheuern könnte. Vielmehr sei er stolz darauf, seit vier Jahren dem Verein in einer Position dienen zu dürfen, „bei der bei den Löwen immer wieder Leute ins Spiel gebracht werden, die einen renommierten Ruf mitbringen.“ (Jörg Bullinger) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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