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TSV 1860: Lakenmacher oder Bär?

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Von: Jacob Alschner

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Noch immer nicht ganz fit: Marcel Bär.
Noch immer nicht ganz fit: Marcel Bär. © Imago

1860-Neuzugang Fynn Lakenmacher überzeugt bislang in der Vorbereitung. Torschützenkönig Marcel Bär kommt hingegen nur langsam in Schwung. Wer startet in Dresden?

München – „Sauber, Laki! Super, Fynn!“, hallte es am Mittwoch immer wieder über die Anlage des TSV 1860 an der Grünwalder Straße. Die Rufe, das ist unschwer zu erraten, galten Sechzigs neuem Sturm-Tank Fynn Lakenmacher. Der 19-Jährige, dessen wuchtiger Körper noch vor wenigen Monaten im Trikot des niedersächsischen Provinzclubs TSV Havelse steckte, stellte in der zweistündigen Einheit unter Beweis, warum Löwen-Trainer Michael Köllner ihn wollte.

Macht einen Top-Eindruck in der Vorbereitung: Der 19-
jährige Neuzugang Fynn Lakenmacher.
Macht einen Top-Eindruck in der Vorbereitung: Der 19-jährige Neuzugang Fynn Lakenmacher. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Egal wo – auf dem Groß-, auf dem Kleinfeld oder in Eins-gegen-eins-Übungen: Lakenmacher überzeugte durch enorme Physis, gepaart mit Schnelligkeit. Doch auch auf engstem Raum ist Lakenmacher kaum vom Ball zu trennen, findet immer irgendeinen Ausweg. Eine Mischung, die man selten findet. Eine, auf die Köllner steht. Der 52-Jährige setzte in seiner Laufbahn immer wieder auf bullige „Neuner“: Mikael Ishak in Nürnberg, bei Sechzig bis zu dessen Abgang auf Sascha Mölders.

TSV 1860: Lakenmacher hat derzeit die Nase vorn

Durchaus möglich also, dass sich Marcel Bär (30), in der Vorsaison unangefochtener Stamm-Stürmer und Torschützenkönig der 3. Liga, schon bald auf der Bank wiederfindet. Denn: Zurück in alter Form ist Bär noch nicht, laboriert noch immer an einem Infekt von Mitte Juni und stand dementsprechend nur in einem von sieben Testspielen in Köllners Startelf (1:1 gegen Linz), traf in keinem. Lakenmacher hingegen startete viermal, erzielte drei Treffer. Und drängt auf den Stammplatz. Ein Kompromiss wäre das 3-5-2, das der Coach gegen den LASK ausprobierte. Hier fänden beide Platz. Doch das, betont Köllner, ist nur der „Plan B“.

Wer also macht am Ende das Rennen? Zumindest für die Auftaktpartie gegen Dynamo scheint Lakenmacher aktuell die Nase vorn zu haben. Zumal das Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion erfahrungsgemäß ein hartes Pflaster ist, bei dem die gewisse Prise Körperlichkeit im Sturm nicht fehlen darf. Sollte Lakenmacher diese Chance nutzen und seine Leistungen mit Pflichtspieltoren unterstreichen … warum sollte Köllner ihn dann wieder herausnehmen? Eines ist also bereits jetzt klar. Wen auch immer der Bankplatz auf Dauer trifft – Bär, trotz seiner Leistung aus der Vorsaison, oder Lakenmacher, trotz seiner starken Vorbereitung: Einer wird am Ende als Verlierer dastehen. (Jacob Alschner)

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