Leart Sulejmani spricht über seine Zukunftspläne 

Ehemaliges Bayern-Talent greift jetzt bei der Löwen-Reserve an

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Leart Sulejmani (l.) wechselte in der Winterpause zur Reserve der Löwen in die Bayernliga.

Seit diesem Winter läuft Leart Sulejmani für den TSV 1860 München auf. Im Vorort-Interview spricht der Nationalspieler des Kosovo über seine bisherige Laufbahn und die Ziele in der Zukunft.

Leart Sulejmani verbracht seine Jugend unter anderem in der Nachwuchsabteilung des FC Bayern und des SSV Jahn Regensburg. Nach einem kurzen Engagement beim FC Ismaning wanderte der Außenverteidiger im Winter zu den Münchner Löwen ab. Zudem läuft der 20-Jährige für die Nationalmannschaft des Kosovo auf. Im Vorort-Interview spricht Sulejmani über seinen großen Profi-Traum.  

Leart, wie kam der FC Bayern damals auf dich? 

Ich habe beim FC Ludwigsvorstadt angefangen Fußball zu spielen. Dort hatten wir eine sehr gute Mannschaft und ich bin nach drei Jahren zur DJK Würmtal gewechselt, da es dort eine Projektmannschaft von der Münchner Fußball Schule gab. Dieser Schritt hat mich fußballerisch enorm verbessert und weitergebracht. Durch ein Probetraining konnte ich den FC Bayern von mir überzeugen und war ab 2010 fester Bestandteil der Mannschaft.

Warum bist du nach der U17 nach Regensburg und wie hast du die Distanz bewältigt?

Bayern München hat mit mir nach der U17 nicht mehr geplant. Somit folgte dann der Wechsel zu Regensburg, da sie mir ein gutes Angebot unterbreitet haben. Für mich war es schwierig, da ich immer nach der Schule zu den Zügen musste, um eineinhalb Stunden nach Regensburg zu fahren. So war ich oft erst um Mitternacht Zuhause. Mir hat es dort zwar gefallen, aber ich habe die Schule sehr vernachlässigt, weil mir nicht viel Zeit zum Lernen blieb. Vier- bis fünfmal in der Woche nach Regensburg und wieder zurück waren zu viel. Durch Freunde bin ich dann auf Ismaning gestoßen, die in der Bayernliga spielen und es folgte der Wechsel dorthin.

Jetzt spielst du bei der U21 der Löwen. Wie bist du dort gelandet?

Ich habe eine Woche lang bei den Löwen mittrainiert und konnte den Trainer und den NLZ-Leiter von mir überzeugen. Ich war bis Januar nicht spielberechtigt und kann deshalb erst jetzt angreifen. Meine Ziel ist es, Profifußballer zu werden. Für mich ist es im Moment wichtig, dass ich viele Spielminuten in der Rückrunde sammeln und meiner Mannschaft weiter helfen kann.

„Ich konzentriere mich vorerst auf die U21“

Wie siehst du deine Chancen auf die erste Mannschaft? 

Chancen sind immer da, ob man sie nutzt, ist wieder eine andere Frage. Ich habe auch schon bei den Profis mittrainieren dürfen. Da merkt man klar den Unterschied zur Bayernliga. Ich konzentriere mich vorerst auf die U21. Was in der Zukunft passiert, wird sich zeigen.

Du bist kosovarischer Nationalspieler. Was bedeutet es für dich, für dein Heimatland spielen zu dürfen? 

2016 bin ich für die U19-Nationalmannschaft bei einem Turnier in Dresden aufgelaufen. Im Dezember 2018 wurde ich dann zu einem Lehrgang für die EM-Qualifikation der A-Nationalmannschaft eingeladen. Für mich ist es immer eine Ehre, dort dabei zu sein. Momentan bin ich im erweiterten Mannschaftskader und hoffe, dass ich für die EM-Quali-Spiele nominiert werde.

Was ist dein Plan B, falls es mit der Profikarriere nicht klappt? 

Für den Fall, dass es mit der Karriere nicht klappen sollte, studiere ich Sportmanagement. Das macht mir auch sehr viel Spaß.

Wer ist dein Vorbild?

Dani Alves von Paris St. Germain. Ich habe einen ähnlichen Spielstil wie er. Er zählt schon seit Jahren zu den Besten auf seiner Position.

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