Berufung gegen Urteil eingelegt

Wieder Wirbel um „Löwenfans gegen Rechts“: Rechtsstreit geht in die nächste Runde

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Anthony Power steht der Merchandising GmbH des TSV 1860 vor.

Erneut gibt es Ärger für die Initiative „Löwenfans gegen Rechts“. Trotz eines Sieges vor Gericht geht der Streit um das Logo in die nächste Instanz. Die TSV 1860 Merchandising GmbH mit Geschäftsführer Anthony Power hat Berufung gegen ein Urteil eingelegt.

  • TSV 1860 Merchandising GmbH setzt Rechtsstreit mit „Löwenfans gegen Rechts“ fort
  • Dabei geht es um Shirts und Aufkleber mit dem Wappen des TSV 18620 München
  • Im November 2019 hatte das Gericht zugunsten der Fan-Initiative geurteilt

München - Eigentlich schien der Rechtsstreit zwischen den „Löwenfans gegen Rechts“ und der TSV 1860 Merchandising GmbH beigelegt. Am 21. November 2019 hatte das Landgericht Nürnberg-Fürth zugunsten der Initiative geurteilt und die markenrechtlichen Ansprüche der Organisation, der als Geschäftsführer Anthony Power vorsteht, abgeschmettert.

Dabei ging es um Aufkleber und Bekleidung, auf denen das Vereinswappen des TSV 1860 München e.V. verwendet wird. Unter anderem das Logo der „Löwenfans gegen Rechts“, das eine Faust, die ein Hakenkreuz zerschlägt, sowie das Vereinswappen des TSV 1860 zeigt sowie die Shirts mit dem Ismaik-kritischen Slogan „Verdammt ich lieb dich, ich lieb dich nicht“ neben einem durchgestrichenen Konterfei des Anteilseigners waren beanstandet worden.

„Löwenfans gegen Rechts“ kontra TSV 1860 Merchandising GmbH mit Anthony Power

Nun legt die TSV 1860 Merchandising GmbH überraschend Berufung gegen das Urteil ein, wie das Löwenmagazin berichtet. Damit geht der Rechtsstreit, in dem das von Anthony Power geführte Unternehmen von der Kanzlei „appen|jens legal“ vertreten wird, in die nächste Runde. Zuständig ist nun das Oberlandesgericht Nürnberg.

Durch die Fortsetzung des Prozesses können weitere Kosten auf beide Parteien zukommen. Diese werden auf rund 15.000 Euro taxiert. Wer die bisherigen Kosten sowie die neuentstandenen Aufwendungen zu tragen hat, wird erst durch den Prozess geklärt werden. 

Anthony Power scheint der Streit aktuell nicht zu belasten. Der umstrittene Vertreter von Hasan Ismaik besuchte vor einigen Tagen das Trainingslager der Löwen in La Manga. Der Investor selbst steht wegen seiner rapide gestiegenen Followerzahl in sozialen Medien in der Kritik.

Neue Hoffnung schöpfen die Löwenfans hingegen bei Sascha Mölders. Der Stürmer-Oldie könnte trotz Ankündigung im Herbst 2019 nun doch bleiben.

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