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Michael Köllner über Mölders-Aus: „Dann stehen die Zeichen immer auf Abschied“

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Von: Korbinian Kothny

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Michael Köllner feierte am vergangenen Wochenende ein Jubiläum: 100 Spiele als Löwen-Coach.
Michael Köllner feierte am vergangenen Wochenende ein Jubiläum: 100 Spiele als Löwen-Coach. © Sven Leifer

Der TSV 1860 München erlebt eine turbulente Saison. Unter der Saison trennten sich die Löwen von Sascha Mölders. Coach Köllner bezieht Stellung.

München - Der TSV 1860 München ist zurück im Aufstiegsrennen. Nach zuletzt drei Siegen wollen und müssen die Löwen am Freitagabend bei Viktoria Berlin vorlegen und die Konkurrenz unter Druck setzen.

„Es sind noch neun Spiele und wir wollen weiter performen“, erklärt Michael Köllner die Marschroute für die restliche Spielzeit im Interview mit Sport1. Der 52-Jährige feierte am vergangenen Wochenende sein 100. Spiel als 1860-Coach. Gerade in der laufenden Saison ging es an der Grünwalder Straße bereits das ein oder andere Mal hoch her.

TSV 1860: Köllner zeigt sich gegenüber Mölders versöhnlich

Im Dezember letzten Jahres kam es zum großen Knall zwischen dem TSV 1860 und seinem Kapitän Sascha Mölders. Der 36-Jährige wurde ausgebootet und der Vertrag aufgelöst. Im Nachgang war immer wieder von Differenzen zwischen seinem Ex-Coach und Mölders zu lesen.

Jetzt äußert sich Michael Köllner. „Es war schon überraschend. Er hat im vergangenen Jahr eine phänomenale Saison gespielt. Aber in dieser Runde sind die Vorstellungen, wie seine Rolle ist, auseinandergegangen“, erklärt der 52-Jährige die Situation. Mölders war zu Beginn der Saison nicht mehr unangefochtener Stammspieler und musste mehrmals auf der Bank Platz nehmen.

Für den ehemaligen Bundesliga-Stürmer keine Option. „Sascha hat seine Vorstellung von seiner Rolle in der Mannschaft gehabt, ich habe meine Vorstellung gehabt, wie ich seine Rolle sehe. Und wenn die Vorstellungen nicht zusammenkommen, stehen die Zeichen immer auf Trennung“, sagt Köllner.

Trotz des unschönen Endes ist der Oberpfälzer seinem ehemaligen Kapitän „ewig dankbar“. „Wir haben Sascha sehr viel zu verdanken, er hat für die Löwen in meiner Zeit Großes geleistet. Wir haben es geschafft, dass er den Spaß am Fußball wiedergefunden hat. Ich drücke ihm die Daumen, dass er den Sprung zum Trainer super hinbekommt“, zeigt sich Köllner heute versöhnlich. Auch Mölders näherte sich zuletzt seinem Ex-Klub wieder an und schloss eine Rückkehr nicht aus.

„Ich wünsche es keinem, dass während der Saison der Stecker gezogen wird.“

Michael Köllner über die Situation von Stadtrivale Türkgücü München.

Das andere große Thema der aktuellen Saison ist der Lokalrivale Türkgücü München. Der Drittligist meldete Insolvenz an und steht kurz vor der Abmeldung des Spielbetriebs. „Das ist für die Spieler und Mitarbeiter im Verein ganz bitter. Das wünsche ich keinem“, sagt Köllner trotz der Rivalität der beiden Klubs.

Dabei würde 1860 von einer Abmeldung Türkgücüs durchaus profitieren. Alle Spiele der Heraf-Elf würden in diesem Fall aus der Wertung genommen werden und die Löwen holten aus zwei Spielen nur einen Punkt - die wenigsten aller Aufstiegskandidaten.

Köllner beschäftigt sich derweil nicht mit dem Thema: „Das ist ein Thema, das wir nicht beeinflussen können. Das ist Sache des DFB. Unser Fokus gilt den verbleibenden Spielen. Denn es wird uns nichts nutzen, wenn sich Türkgücü aus dem Spielbetrieb verabschiedet und wir kein einziges Spiel mehr gewinnen würden.“ Aus menschlicher wünscht sich Köllner sowieso keine Abmeldung Türkgücüs: „Ich wünsche es keinem, dass während der Saison der Stecker gezogen wird.“ Aus sportlicher Sicht sieht das allerdings wohl anders aus beim Oberlöwen. (kk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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