Löwen-Geschäftsführer meldet sich zu Wort

Michael Scharold ist „geschockt“ von Pyro-Show gegen Rostock 

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Michael Scharold, Geschäftsführer der Löwen.

Der TSV 1860 München hat gegen Hansa Rostock überzeugend gespielt, doch auch die Fans machten auf sich aufmerksam. Nun hat sich Michael Scharold zur Pyro-Show der Fans geäußert. 

München - Nach Hans Sitzberger hat sich nun auch Löwen-Geschäftsführer Michael Scharold zu den Pyrotechnikvorfällen beim Heimspiel gegen Hansa Rostock geäußert. 1860-Vizepräsident Sitzberger bezeichnete die Anhänger „als (die) mit Abstand besten Fans der Welt“, verurteilte aber gleichzeitig Pyrotechnik. „Ich bin entschieden gegen Pyrotechnik im Stadion! Jeder, der Pyrotechnik zündet, gefährdet damit sich selbst und andere! “, war ein Teil seiner Aussage.

Diese Einstellung teilte Scharold. In einer Pressemitteilung ließ er verlauten, dass er stolz auf die lautstarke und farbenfrohe Fankultur und Fankurve sei, betonte aber auch: „Null Toleranz verstehen wir aber beim Thema Pyrotechnik. Die Vorfälle am vergangenen Sonntag haben uns geschockt und wir verurteilen diese aufs Schärfste“. Die Aktion bezeichnete er als „Schlag ins Gesicht des Vereins und der großen Mehrheit unserer Fans, wie das begleitende Pfeifkonzert verdeutlichte“.

Scharold teilte mit, dass der Verein eng mit den Behörden zusammenarbeiten wird, um die Beteiligten zu identifizieren und Vorkommnisse aufzuarbeiten. 

Die Pressemitteilung des TSV 1860 München im Wortlaut

„Ich möchte vorausschicken und betonen, dass wir stolz sind auf unser lautstarke und farbenfrohe Fankultur und Fankurve“, sagt Scharold. „Gerade bei unseren Heimspielen im Grünwalder Stadion leben wir von der Unterstützung von den Rängen im regelmäßig ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße. Und auch großartige Choreographien wie am Sonntag machen aus Sechzig etwas Besonderes.“

„Null Toleranz verstehen wir aber beim Thema Pyrotechnik. Die Vorfälle am vergangenen Sonntag haben uns geschockt und wir verurteilen diese aufs Schärfste,“ betont Scharold.

„Ein derartiges Verhalten gefährdet nicht nur den Standort an der Grünwalder Straße und sorgt für eine Spaltung der Fans im Stadion, es ist vor allem ein Risiko für die Gesundheit der umstehenden Zuschauer. Der Fußball und das Stadion sollen Menschen zusammenbringen und Platz für positive Erlebnisse bieten, daher gibt es in unserem Stadion für Pyrotechnik, genau wie für Gewalt, Hass und Beleidigungen keinen Platz. Das an den Tag gelegte Verhalten empfinden wir als Schlag ins Gesicht des Vereins und der großen Mehrheit unserer Fans, wie das begleitende Pfeifkonzert verdeutlichte. Wir werden daher bei der Aufarbeitung der Vorkommnisse auch bei der Identifikation der Beteiligten sehr eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten und darüber hinaus spür- und sichtbare Konsequenzen ziehen“, so der Geschäftsführer.

„Die offene und regelmäßige Kommunikation mit allen Fans wird aber auch weiterhin aus tiefster Überzeugung die Grundlage unserer Fanarbeit sein. Denn wir wissen, dass Sechzig seine Stärke aus dem Zusammenhalt zieht. Wir stehen für ein Miteinander.“

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