“Signifikante Einsparungen“ womöglich nötig

Verstärkungen im Winter? Das sagt Geschäftsführer Scharold

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Michael Scharold, Geschäftsführer des TSV 1860, schließt Winterzugänge aus. 

Was passiert bei den Löwen im Winter? Und wie geht es im neuen Jahr, speziell mit Blick auf den Sommer, weiter? Geschäftsführer Michael Scharold bezieht Stellung.

München - Die Zukunft der Löwen? Zumindest bei der Vereinsgaststätte ist halbwegs klar, wie es weitergehen wird. „Wir haben einen neuen Pächter“, bestätigte Geschäftsführer Michael Scharold. „Der Charakter des Löwenstüberls wird beibehalten.“ Nach Christl Estermanns Ausstand am 31. Dezember wird das Stüberl erst einmal geschlossen bleiben, eine Bewirtung gibt es lediglich an Spieltagen. Der Termin für die Wiedereröffnung steht laut Scharold noch nicht fest. 

Und damit zum Sport. Hier ist der entscheidende Termin der 1. März 2019. Bis dahin müssen die Löwen die Lizenzunterlagen für die Saison 2019/20 abgegeben haben. Aktuell ist völlig offen, wie hoch der Etat sein wird. Klar ist laut Scharold nur eines: „Ohne neue Fremdmittel wird es signifikante Einsparungen geben.“ Diskutiert wird aktuell über eine Verkleinerung des Kaders, auch die Streichung der U 21 und ein Herunterfahren des Nachwuchsleistungszentrums sind intern keine Tabus mehr. Alles Geld für die erste Mannschaft heißt die Maxime. Nur der Aufstieg in die Zweite Liga (samt acht bis neun Millionen Euro Mehreinnahmen beim Fernsehgeld) böte die Perspektive, irgendwann auf eigenen Beinen stehen zu können. 

Scharold: „Ich sehe keine Notwendigkeit für neue Spieler“

Sportchef Günther Gorenzel sehnt sich nach klaren finanziellen Vorgaben - Planungssicherheit heißt das Zauberwort. Wer auf Winterzugänge hofft, dürfte enttäuscht werden. „Wir haben super Leute“, sagt Scharold. „Ich sehe keine Notwendigkeit für neue Spieler. Wir haben volles Vertrauen in die Mannschaft und volles Vertrauen ins Trainerteam. Wir sind zuletzt in einen Negativ-Strudel reingeraten, aber da werden wir auch wieder rauskommen. Wenn wir uns zusammenreißen.“ Letzte Gelegenheit in diesem Jahr: das Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die klammen Pfälzer, die bis März zwölf Millionen Euro aufbringen müssen, um dem Zwangsabstieg zu entgehen, haben die Hoffnung auf den Aufstieg noch nicht aufgegeben. 

„Unser Anspruch muss immer der maximale Erfolg sein, das ist unser Ziel, Spieltag für Spieltag“, wird FCK-Sportchef Martin Bader in der Rheinpfalz zitiert. Bei aktuell zwölf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz wird Lautern am Samstag nur ein Sieg helfen. 1860-Sportchef Gorenzel glaubt: „Lautern fährt vielleicht mit einem besseren Gefühl hierher. Aber ich habe volles Vertrauen in unsere Jungs, dass sie das stemmen können.“ 

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