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TSV 1860: „Hätte nicht vereinbart werden dürfen“ - Newcastle-Test spaltet Löwen

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Von: Uli Kellner

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Günther Gorenzel (li.) und Stefan Reisinger (re.) sind sich nicht einig.
Günther Gorenzel (li.) und Robert Reisinger (re.) sind sich nicht einig. © Renate Feil/M.i.S. / Imago images

Für die einen ist es ein Fußballspiel, das 90 Minuten plus X dauern wird. Für andere ist es ein Skandal, über den man sich seit der Ansetzung vor zwei Wochen ereifert: in Internetforen, an Stammtischen.

München - Die Rede ist vom Duell der verkauften Clubs TSV 1860 (Hasan Ismaik) vs. Newcastle United (Staatsfonds Saudi-Arabien), das am Freitag, 15. Juli, angesetzt ist (14.30 Uhr, Saalfelden). Die in zwei Lager gespaltenen Löwen reden sich die Köpfe heiß – und Präsident Robert Reisinger, der am Sonntag wiedergewählt werden will, goss via Bild-Zeitung neues Öl ins Feuer.

„Gegen Newcastle spielt man nicht freiwillig“, wird der Oberlöwe zitiert: „In Saudi-Arabien werden Menschenrechte und die Rechte der Frauen mit Füßen getreten und Homosexuelle für ihre Sexualität bestraft. Ich werde niemanden an den Pranger stellen, aber dieser Test hätte nicht vereinbart werden dürfen.“

TSV 1860: Reisinger wird dem Spiel fernbleiben

Eine klare Haltung, die der Sportlichen Leitung entgegensteht. Sportchef Günther Gorenzel sagte auf Nachfrage: „Es wird immer Sichtweisen von dieser und von jener Seite geben. Alle haben ihre Berechtigung, aber Michael (Köllner) und mich interessiert genau eines: Dass wir es geschafft haben, sportlich einen Gegner von sehr hohem Niveau bekommen zu haben.“

Reisinger erwartet nun, dass die Löwen zumindest ein Zeichen setzen und die Spieler „eine Armbinde in den Regenbogenfarben der LGBTQ-Community“ tragen werden. Er jedenfalls werde seinen Worten Taten folgen lassen und den Protest „im Kleinen“ fortsetzen. Reisinger stellte klar: „Ich werde dem Spiel fernbleiben.“  (Uli Kellner)

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