Auch Ismaik huldigt dem Elfmeterkiller der Löwen

Pokalheld Hiller wird auf Händen getragen

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Mit Glück, Nervenstärke und Geschick schafften es die Löwen ins Halbfinale des Totopokals.  Marco Hiller wurde gegen Unterhaching zum Elfmeter-Killer.

Pokal-Derbysieger gegen Unterhaching, ein sonniges Herbstwochenende – die leidgeprüften Fans des TSV 1860 (zumindest die, die am Samstag nicht das peinliche 1:4 im Freundschaftsspiel bei Hachings Farmteam 1860 Rosenheim erleben mussten) dürften heute beschwingt in die neue Woche starten.

Elfmeter-Killer Marco Hiller sowieso. Wenn am morgigen Dienstag die Vorbereitung aufs Liga-Spiel gegen Effenbergs Uerdinger beginnt (Samstag, 14 Uhr, Grünwalder Stadion), wird sich zeigen, ob und wie die Mannschaft die Ankündigung von Prince Owusu umsetzen wird. „Marco“, hatte der Stürmer am Freitag lächelnd versprochen, „wird von uns die ganze Woche auf Händen getragen werden.“

Übersicht kann nie schaden bei Münchens großer Liebe, die noch zwei Siege von der DFB-Pokal-Qualifikation entfernt ist. Die Auslosung findet Anfang Dezember statt, mit im Topf sind die Regionalligisten Aschaffenburg und Memmingen sowie Drittliga-Konkurrent Kickers Würzburg, der den Löwen jüngst eine schmerzhafte 1:2-Niederlage beibrachte.

Schaffen es die Löwen, den Schwung des Haching-Siegs mitzunehmen?

Alles Zukunftsmusik – gespielt wird schließlich erst im April 2020. Interessanter ist aktuell die Frage, ob es die Löwen schaffen, den Schwung des Haching-Siegs in die Liga mitzunehmen. „Zu sehen, dass wir 90 Minuten intensiv Fußball spielen können“, stimme ihn zuversichtlich, sagte Trainer Daniel Bierofka. Hasan Ismaik drückt via Facebook die Daumen: „Das war das richtige Signal für die nächsten Wochen. Jedenfalls hat jeder neutrale Beobachter gesehen, dass wir die sportliche Qualität der Gäste mit Wille und Leidenschaft reduziert haben.“ Sein „besonderer Dank“ gelte „unserem Torwart Marco Hiller, der im Elfmeterschießen über sich hinausgewachsen ist. Dieses Erfolgserlebnis sollten wir auf jeden Fall mit in die Liga nehmen und uns alle auf das nächste Heimspiel gegen den KFC Uerdingen freuen.“

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Auf Hiller wartet dann wieder die Ersatzbank. „Es ist einfach so abgesprochen“, macht er sich keine Illusionen. „Ich weiß, dass ich im Pokal spielen darf, das muss ich so akzeptieren. Ich gebe im Spiel und im Training alles, mehr kann ich nicht tun.“

Positiv: Bis Samstag wird Antreiber Efkan Bekiroglu nach auskuriertem Faserriss wieder spielfit sein. Am Freitag schonte Bierofka seinen Scharnierspieler noch, nominierte ihn nicht für den Kader. Priorität hat für den Coach schließlich die Liga.

Dort wartet auf Tabellenführer Unterhaching am Samstag ein echtes Spitzenspiel. Die Mannschaft von Claus Schromm, die sich über einen der ersten vier Plätze in der Liga noch für den DFB-Pokal qualifizieren kann, muss bei Eintracht Braunschweig ran, das zuletzt ein 0:2 gegen Bayern II einstecken musste. Zum Glück hat sich das Thema Elfmeterschießen bis auf Weiteres erledigt für die Hachinger. Schromm nahm das Aus am Freitag mit gebotenem Humor: „Elfmeterschießen bei Unterhaching ist unterirdisch, egal mit welcher Mannschaft. Da gibt’s die schlimmsten Geschichten.“

Den irrsinnigen Spielverlauf können Sie in unserem Live-Ticker nachlesen.

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