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„Keinesfalls eine Selbstverständlichkeit“ - Reisinger adelt Junglöwen für Bundesliga-Rückkehr

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Von: Henrik Ahrend

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Präsident Robert Reisinger war in seiner Rede vor der Wiederwahl besonders stolz auf die Leistungen der Junglöwen.
Präsident Robert Reisinger war in seiner Rede vor der Wiederwahl besonders stolz auf die Leistungen der Junglöwen. © Imago Images / Oryk Haist

Auf der Jahreshauptversammlung machte TSV 1860 Präsident Reisinger vor allem eins deutlich: Er ist stolz auf die Entwicklung des Löwen-NLZ.

München. - Robert Reisinger wurde auf der Jahreshauptversammlung mit 290 von 310 Stimmen in seinem Amt als Präsident des TSV 1860 München bestätigt. In seiner Rede vor der Wiederwahl machte Reisinger klar, dass er besonders stolz auf die Entwicklung im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) ist. Und der neue und alte Oberlöwe will den Kurs der Junglöwen fortsetzen.

TSV 1860 München: Reisinger stolz auf Rückkehr der A- und B-Junioren in die Bundesliga

Eines der Hauptziele in Reisingers erster Amtszeit war die Rückkehr der beiden wichtigsten Junioren-Teams in die Bundesliga. Die B-Junioren schafften bereits 2020 den Sprung zurück ins Oberhaus. In der vergangenen Spielzeit zog dann die U19 nach, die ungeschlagen zur Meisterschaft in der Bayernliga marschiert ist.

Nach dem Zwangsabstieg der Profis im Jahr 2017 musste der TSV 1860 finanzielle Kürzungen vornehmen. Davon blieb auch das NLZ an der Grünwalder Straße nicht verschont. Im Jahr nach dem Abstieg fehlten nach den Angaben von Präsident Reisinger etwa 850.000 Euro. Wie der 58-Jährige in seiner Rede am Sonntag schilderte, musste der Verein die Ausbildungsmaßnahmen zurückfahren.

„Eine Zugehörigkeit zur Bundesliga im Juniorenbereich ist keinesfalls eine Selbstverständlichkeit.“

Löwen-Präsident Robert Reisinger bei der Mitgliederversammlung am Sonntag.

Ein Teufelskreislauf für den Giesinger Traditionsklub, denn die Perspektive ist für viele junge Spieler einer der ausschlaggebenden Punkte bei der Auswahl eines NLZs. Zur Erinnerung: Im Kreis München konkurrieren die Blauen bekanntlich mit dem FC Bayern und der SpVgg Unterhaching um die vielversprechendsten Talente. Mit Blick auf die Zukunft und die Ausbildung weiterer Stars wie die Bender-Zwillinge oder Kevin Volland war es somit enorm wichtig, mit den beiden Junglöwen-Teams in die Junioren-Bundesliga zurückzukehren.

Gemeinsam mit Dynamo Dresden ist der TSV 1860 München inzwischen der einzige Verein der 3. Liga, der mit den beiden wichtigsten NLZ-Mannschaften in der Bundesliga aufläuft. „Eine Zugehörigkeit zur Bundesliga im Juniorenbereich ist keinesfalls eine Selbstverständlichkeit“, hob Reisinger bei der Mitgliederversammlung im Zenith hervor.

TSV 1860 in der Saison 2021/22 „der führende Drittligist mit den meisten Einsatzzeiten“ von Talenten

Oft wurde der ehemalige Abteilungsleiter Fußball des TSV 1860 in den vergangenen fünf Jahren von den Mitgliedern gefragt, ob sich die hohen Kosten für den Löwen-Nachwuchs überhaupt lohnen würden. Reisingers klare Antwort: Ja! Seit seinem Amtsantritt 2017 habe der Klub alleine durch den „FIFA-Solidaritätsmechanismus“ etwa eine Million an Ablösen generiert. Außerdem hob er die perspektivische Vorarbeit hervor, sollte der Klub in den kommenden Jahren in die 1. oder 2. Bundesliga aufsteigen.

Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schüttet an die Drittligisten eine Prämie aus, wenn Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Profibereich eingesetzt werden. Reisinger zeigte sich optimistisch, dass der TSV 1860 auch in der abgelaufenen Spielzeit „der führende Drittligist mit den meisten Einsatzzeiten“ gewesen ist. Diese Gelder, versprach der neue und alte Präsident, fließen auch weiterhin ausschließlich in die Kaderschmiede. (Henrik Ahrend)

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