Galatasaray und Köln waren schon da

„Vitaloase“ statt alter Kaserne: Löwen reisen im Sommer ins Vier-Sterne-Trainingslager

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Alles hört auf sein Kommando: Löwen-Trainer Daniel Bierofka (im dunkelblauen Trainingsanzug) instruiert seine Spieler.

Die Blauen gehen wieder nach Österreich. Im Rahmen der Sommer-Vorbereitung wird das Team von Trainer Daniel Bierofka eine knappe Woche in einem 4-Sterne-Superior-Hotel residieren.

München - Die Löwen werden sich in Oberösterreich auf die neue Saison vorbereiten. Vom 2. bis 7. Juli steigt das Sommer-Trainingslager im Luftkurort Windischgarsten. Dort residieren die Blauen im 4-Sterne-Superior-Hotel „Dilly Resort“. Den Kontakt stellte Günther Gorenzel her, der die Betreiber-Familie aus seiner Zeit bei Blau-Weiß Linz kennt. Beim österreichischen Zweitligisten fungierte der Sportliche Leiter des TSV im Jahr 2017 vier Monate lang als Trainer.

Der 47-Jährige schwärmt: „Die Familie Dilly trägt im Herzen einen Fußball und hat auch für die Anliegen der Löwenfamilie ein offenes Ohr.“ Das nur zweieinhalb Fahrstunden von München entfernt gelegene Hotel habe „schon mehrere Top-Klubs“ wie Galatasaray Istanbul, Eintracht Frankfurt, den 1. FC Köln oder auch Rapid Wien und Red Bull Salzburg beherbergt. 

Großer Wellnessbereich auf 5000 Quadratmetern

Das Besitzer-Ehepaar Horst und Mario Dilly preist vor allem seinen „großen Wellnessbereich, der sich auf 5000 Quadratmeter erstreckt“, an. Hierzu zählen eine Burgtherme, eine Vitaloase mit Aromakabine, finnischer Sauna, Dampfbad und Frischwasserwhirlpool sowie ein Wellnessdörfl. Dort können die Profis dann zwischen oder nach den schweißtreibenden Einheiten von Trainer Daniel Bierofka durchschnaufen.

Trainiert werden kann entweder auf den beiden Hotelplätzen oder im örtlichen Stadion - insgesamt stehen fünf Rasenplätze zur Verfügung. Laut Hotel-Auskunft ist nach Absprache „tägliches Training ohne Zeitlimit“ möglich. Klingt nach ausgiebigen Einheiten der Löwen. Auch Lauf- und Radstrecken zur Verbesserung der Ausdauer sind vorhanden.

In Österreich zu Hause: Sechzig-Sportchef Günther Gorenzel versucht sich während des Trainingslagers in Kössen im Sommer 2018 beim Wakeboarden.

Mit Fußbällen auf Golflöcher spielen

Weniger oft werden die Spieler auf dem 18 Löcher umfassenden hoteleigenen Golfplatz anzutreffen sein. Hier bietet sich jedoch eine Spaß-Einheit an, denn das Hotel lädt zum sogenannten „Foot Golf“ - hier müssen eben Fußbälle in die Löcher befördert werden. Möglicherweise eine willkommene Abwechslung zu den diversen Trainingseinheiten.

Während des sechstägigen Aufenthalts in der Alpenrepublik planen die Sechzger zwei freundschaftliche Vergleiche „gegen attraktive Gegner“. Auch ein „spezielles Angebot für Fans, die das Team nach Österreich begleiten“ soll es geben. Bereits zwölf Tage nach der Rückreise aus Windischgarsten startet die 3. Liga in ihre neue Saison.

1860 auch in vergangenen beiden Jahren in Österreich

Sechzig und Österreich - das hat während der Sommer-Monate schon Tradition. Nach dem Abstieg in die Regionalliga vor zwei Jahren mussten die Löwen noch mit einer früheren Kaserne in Obertraun vorlieb nehmen. Vor der aktuell laufenden Drittliga-Saison wurde in Kössen geschuftet.

In Giesing wird derweil heftig über die Zukunftspläne des Vereins debattiert. Ein großer Teil der Fans stellt sich immer offener gegen Investor Hasan Ismaik. Derweil deutet alles darauf hin, dass Robert Reisinger eine weitere Amtszeit Präsident des Vereins bleibt. Während ein Talent langfristig gebunden werden soll, hängen Spieler mit auslaufenden Verträgen wie Aaron Berzel angesichts der angespannten Finanzsituation an der Grünwalder Straße in der Luft.

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