Der Grund ist nicht das Fassungsvermögen

1860 in der 2. Liga im Grünwalder? Für Stadträtin Zurek „nicht realisierbar“

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Stadträtin und Sportreferentin Beatrix Zurek.

Wie geht es mit den Löwen und dem Grünwalder Stadion weiter? Für die Dritte Liga macht Stadträtin Beatrix Zurek den Sechzgern Hoffnung, für die 2. Bundesliga allerdings nicht.

Das altehrwürdige Grünwalder Stadion in Giesing - es ist und bleibt ein großes Thema in München. Nicht nur bei Löwen-Fans, sondern in diesen Tagen vor allem bei Mitgliedern der Stadtregierung. Denn wie es mit der derzeitigen Heimat der Löwen langfristig weitergehen soll, vor allem in Verbindung mit dem TSV 1860 München, ist unklar. Immerhin ist gesichert, dass das Fassungsvermögen des Stadions bis zum Sommer auf 15.000 Plätze erhöht werden wird. Doch wie es im Falle eines Löwen-Aufstiegs in die Dritte Liga weitergeht? Verbindliche Zusagen, ob 1860 dann wirklich im Grünwalder Stadion weiterspielen dürfte, gibt es noch nicht.

Jetzt hat sich Stadträtin und Sportreferentin Beatrix Zurek in einem Interview mit der Abendzeitung über die künftige Nutzung des Stadions geäußert. “Grundsätzlich ist das Stadion drittligatauglich. Was das Sportamt betrifft, sind wir gut vorbereitet, auch durch die Ertüchtigung der Westkurve.“ Derzeit werden in der Westkurve in den Blöcken F1 und F2 neue Wellenbrecher installiert und die Tribünenstufen ausgebessert. “Für Polizei und Kreisverwaltungsreferat kann ich nicht sprechen, habe angesichts der Rücksichtnahme der Fans aber keine Sicherheitsbedenken.” Damit meint Zurek vor allem die Löwen-Fans, die sich seit Saisonbeginn bei den Heimspielen vorbildlich benehmen. Doch was passiert, wenn Vereine mit etwas problematischeren Fan-Szenen wie Hansa Rostock oder der FC Magdeburg in Giesing gastieren, thematisiert Zurek hier nicht.

Was ein mögliches Szenario im Grünwalder Stadion mit einer Löwen-Rückkehr in die 2. Bundesliga betrifft, spricht Zurek von organisatorischen und baulichen „Maßnahmen, die man nicht realisieren kann.“ Allerdings würde Zweitliga-Fußball im Grünwalder laut Zurek nicht am zu geringen Fassungsvermögen des Stadions scheitern, „sondern an den von der Deutschen Fußball Liga DFL vorgeschriebenen TV-Flächen und Anforderungen außerhalb des Stadions.“ Zureks Fazit: „Ich denke, langfristig braucht 1860 eine eigene, zukunftsträchtige Heimat. Sonst kommt man ja nie zur Ruhe.“

Mit diesen Maßnahmen würden mehr als 20.000 Fans ins Grünwalder Stadion passen

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