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1860 teurer als die Bundesliga: Keiner kassiert mehr für die Stehplatz-Dauerkarte

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Von: Moritz Bletzinger

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Teure Stehplätze: Kein Profiverein in Deutschland verlangt hier mehr als der TSV 1860 München.
Teure Stehplätze: Kein Profiverein in Deutschland verlangt hier mehr als der TSV 1860 München. © Imago/Thomas Hiermayer

265 Euro zahlt der Löwen-Fan für eine Stehplatz-Dauerkarte. Ein deutschlandweiter Vergleich zeigt: Beim TSV 1860 ist es teurer als in der Bundesliga.

München - Der TSV 1860 München ist deutschlandweite Spitze. Sportlich ist der Traditionsverein aus Giesing davon zwar weit entfernt, preislich spielt er aber schon im Konzert der ganz Großen. Für die Stehplatz-Dauerkarte müssen die Löwen-Fans tiefer in die Tasche greifen als alle anderen.

265 Euro kostet das Steh-Abo für 19 Heimspiele im Grünwalder Stadion. Das Portal „diefalsche9.de“ hat die Dauerkartenpreise aller deutschen Vereine aus Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga verglichen. Ein genauerer Blick darauf zeigt, die Löwen eilen der Konkurrenz davon.

Teure Tickets beim TSV 1860: Löwen sind Preis-Spitzenreiter von 3. Liga bis Bundesliga

Das günstigste Ticket gibt es in Freiburg. 120 Euro kostet die Stehplatz-Dauerkarte bei der zweiten Mannschaft der Breisgauer. Beim TSV 1860 kostet sie mehr als doppelt so viel. Hinter den Löwen verlangt Erzgebirge Aue mit 238 am zweitmeisten für die Stehplätze in der 3. Liga. Im großen Vergleich kommt nur Borussia Dortmund näher an die Löwen-Preise heran: Ein Platz in der „gelben Wand“ kostet für eine Saison 240 Euro. Der FC Bayern verlangt übrigens 160 Euro.

Auch bei den Sitzplätzen liegen die Giesinger in der 3. Liga ganz vorne. 445 Euro zahlt der Löwen-Fan für 19 Spiele in der Plastikschale. Deutschlandweit sind in dieser Kategorie nur zwei Klubs teurer. In der 2. Bundesliga der Karlsruher SC (479 Euro) teurer, in der Bundesliga der 1. FC Union Berlin (510 Euro).

TSV 1860 München: Teuerste Stehplatz-Dauerkarte in Deutschland - aber BVB im Schnitt pro Spiel teurer

Der BVB macht dem TSV 1860 München die Spitze aber gewissermaßen doch streitig. Pro Spiel zahlen Fans in Dortmund mit 14,12 Euro am meisten. Weil es in der 3. Liga zwei Heimspiele mehr pro Jahr gibt, kommen Löwen Fans im Schnitt auf 13,95 Euro.

Generell ist der preisliche Unterschied zwischen den drei Profiligen im Schnitt recht gering. 1860 München hat - wie viele andere - die Eintrittspreise vor der Saison 2022/23 etwas angehoben. Dass die Löwen zu den teuersten Klubs in Deutschland zählen, dürfte unter anderem daran liegen, dass das Grünwalder Stadion für den Klub nicht wirklich rentabel ist. Die Stadt hat das Catering und auch Namensrechte können die Löwen nicht verkaufen. Geschäftsführer Marc-NIcolai Pfeifer kommt auf einen Wettbewerbsnachteil von 1,5 Millionen Euro im Vergleich zu anderen Drittligaklubs.

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