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Viele Gespräche mit den Spielern

Heimspiel-Feeling bei Partie in Köln - Bierofkas Versprechen an die Fans

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Für sie ist kein Weg zu weit: Die Löwen-Fans peitschen das Team nicht nur im heimischen Grünwalder Stadion nach vorne.

Auf die Fans kann sich der TSV 1860 München immer verlassen. Auch zum Gastspiel in Köln reisen Tausende an. Daniel Bierofka sieht das Team in der Bringschuld.

München - Das letzte Auswärtsspiel des Jahres wird für die Löwen wohl ein gefühltes Heimspiel. Rund 3000 Fans werden sich auf den Weg machen, um das Team von Trainer Daniel Bierofka beim Auftritt bei Fortuna Köln am Samstag ab 14 Uhr (hier im Live-Ticker) zu unterstützen. Zur Einordnung: Bislang verirrten sich in dieser Saison im Schnitt 2479 Fans in das Südstadion, das vom Fassungsvermögen mit dem Grünwalder Stadion vergleichbar ist.

Entsprechend freute sich Bierofka über die vielen reisefreudigen Sechzig-Anhänger: „Die Fans treiben uns nach vorne. Wir wollen das auf dem Platz zurückgeben.“ Denn bislang haben die Blauen ihre Supporter außerhalb Giesings nur selten wirklich gut unterhalten. Fünf Auswärtsspiele ist der TSV nun schon ohne Sieg. Seit dem 4:1-Auswärtsdreier beim VfR Aalen, dem einzigen in der 3. Liga, sind bereits dreieinhalb Monate vergangen.

Bierofka wegen Praktikums-Termin in Trainer-Ausbildung vor Ort

Nach dem 2:3 in Karlsruhe vor zwei Wochen musste sich die Mannschaft sogar erstmals von ihrem Coach öffentlich anzählen lassen. Doch zum Glück konnte sich Bierofka seither ungewohnt intensiv mit seiner Mannschaft auseinandersetzen - dem Praktikums-Termin in der Trainer-Ausbildung sei dank. Diese dazugewonnene Zeit nutzte er auch für ausgiebige Vier-Augen-Gespräche - etwa mit dem zuletzt etwas schwächelnden Toptorjäger Adriano Grimaldi. „Ich wollte wissen, was im Spieler vor sich geht“, erklärt der Ex-Profi, der dem fünfmaligen Torschützen „eine gute Reaktion“ im Training attestierte.

Auch Benjamin Kindsvater und Alessandro Abruscia, die zuletzt höchstens zu Kurzeinsätzen kamen, hätten positiv auf sich aufmerksam gemacht. Beim 2:0 über den FSV Zwickau überzeugten vor allem die beiden Flügelstürmer Stefan Lex und Nico Karger. Auch zu dem Duo äußerte sich Bierofka. „Bei Stefan wurde es von Woche zu Woche besser. Wir haben ihm die Zeit gegeben, nie den Glauben an ihn verloren“, frohlockte er angesichts der jüngsten Entwicklung des ehemaligen Ingolstädters.

Karger muss von Bierofka nicht gekitzelt werden

Beim der eigenen Jugend entstammenden Karger warb Bierofka vor dem Abflug in den Westen um mehr Geduld: „Nico braucht man nicht zu kitzeln. Ich weiß, wo ich den Hebel ansetzen muss.“ Klingt vielversprechend, wobei der Coach auch zu bedenken gab: „Für ihn ist es das erste Jahr in der 3. Liga. Er muss Konstanz in seine Leistungen bringen.“

In der Trainingswoche stand jedoch weniger die Arbeit in der Offensive im Fokus, sondern vielmehr der Spielaufbau. Denn, so betonte Bierofka mit Blick auf die zahlreichen liegengelassenen Torgelegenheiten in den vergangenen Wochen: „Chancenauswertung hat etwas mit Selbstvertrauen zu tun.“ Und das dürfte durch den fünften Saisonsieg wieder gestiegen sein. Davon sollen sich die Löwen-Fans in Köln überzeugen dürfen.

mg

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