1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. 1860 München

Köllners Psychotrick zahlt sich aus - 1860-Coach richtet für perfekte Woche Appell an Fans

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Grenzenloser Jubel: 1860-Trainer Michael Köllner freut sich über den 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Grenzenloser Jubel: 1860-Trainer Michael Köllner freut sich über den 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. © Imago Images / mis

Mit einer starken Leistung hat sich der TSV 1860 den Sieg im Nachholspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern verdient. Durch den Big Point dürfen die Löwen wieder träumen.

München - „Am Dienstag haben wir unter normalen Voraussetzungen keine Chance gegen Kaiserslautern“, sagte Löwen-Trainer Michael Köllner am Samstag nach dem Sieg beim FSV Zwickau noch über das Nachholspiel gegen die Pfälzer. Und zu diesem Zeitpunkt war noch nicht einmal klar, dass mit Spielmacher Richard Neudecker und Innenverteidiger Niklas Lang zwei wichtige Stammkräfte gegen den Tabellenzweiten der 3. Liga nicht würden auflaufen können bzw. dürfen.

„Es war wichtig, dass wir in dem Spiel auch zeigen, was wir drauf haben und können.“

Michael Köllner nach dem Sieg gegen Kaiserslautern.

Köllners Griff in die Psycho-Trickkiste hat funktioniert. Seine Mannschaft wirkte befreit, trotz Rückschlag mutig und unbekümmert. Und drehte mit einer starken Leistung die Partie gegen die Roten Teufel. „Wir haben uns durch eine sehr, sehr aggressive Spielweise den Schneid von 1860 München abkaufen lassen“, ärgerte sich Gäste-Trainer Marco Antwerpen nach der 1:2-Pleite im Grünwalder Stadion. „Wir haben selbst zu wenig nach vorne gemacht, um für einen Sieg in Frage zu kommen. Wir gehen gefühlt als verdienter Verlierer vom Platz.“

Die Hausherren hingegen kämpften und feierten über die gesamten 90 Minuten gesehen einen verdienten Sieg. „Es war wichtig, dass wir in dem Spiel auch zeigen, was wir drauf haben und können“, ordnete Köllner auf der Pressekonferenz das zweite Erfolgserlebnis innerhalb von vier Tagen ein. Um dann gleich wieder vor dem kommenden Gegner zu warnen. Verl steht zwar auf dem ersten Abstiegsplatz, doch die Partie sei kein Selbstläufer: „Das schwerste Spiel ist am Freitag. Es wird eine knüppelharte Aufgabe.“

„Wir brauchen eine starke Löwen-Mannschaft und vor allem wieder einen Riesensupport von der Tribüne.“

Michael Köllner über das nächste Spiel gegen den SC Verl.

Damit er mit seiner Mannschaft den dritten Sieg binnen sieben Tagen und damit die perfekte Woche feiern kann, träumt der Sechzig-Coach von der nächsten Top-Leistung und der einzigartigen Atmosphäre im Grünwalder Stadion: „Wir brauchen eine starke Löwen-Mannschaft und vor allem wieder einen Riesensupport von der Tribüne“, fordert der 52-Jährige. Deshalb wünscht er sich auch, dass vor allem eingefleischte Anhänger am Freitagabend den Weg nach Giesing finden. „Ich hoffe, dass von unseren Fans nur die ins Stadion kommen, die dann auch so ein Spiel mitgehen und die nicht in der ersten Sekunde feiern wollen, sondern wenn abgepfiffen ist. Das sind immer die schönsten Siege.“

Die Favoritenrolle wird er den Gästen aus Nordrhein-Westfalen wie beim FCK dieses Mal nicht zuschieben können. Die bisherige Bilanz spricht für die Heimelf. In den drei Drittliga-Spielen seit dem SCV-Aufstieg 2020 holten die Löwen einen Sieg und zwei Unentschieden. Das Hinspiel im September endete 1:1-Unentschieden. Gelingt der nächste Dreier, dürfen die Löwen auch wieder vorsichtig nach oben in Richtung 2. Bundesliga* schielen - vor allem, wenn der insolvente Lokalrivale Türkgücü München* sein Team noch während der laufenden Spielzeit vom Spielbetrieb abmelden muss. (Jörg Bullinger)  *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare